CATL Aktie: Weltmarktanteil auf 39,4 Prozent gestiegen

Symbolbild, KI-generiert

Der Konzern steigert seinen Marktanteil, setzt auf Natriumzellen und entwickelt den ungarischen Standort schrittweise weiter.

Auf einen Blick:
  • CATL erreicht 39,4 Prozent Weltmarktanteil
  • Batterieinstallationen steigen auf 333 Gigawattstunden
  • Goldman Sachs nennt CATL Branchenfavoriten
  • Debrecen-Werk soll auf 3.300 Beschäftigte wachsen

Der weltgrößte Batteriehersteller CATL hat seinen Vorsprung im internationalen Wettbewerb in den ersten acht Monaten des Jahres deutlich vergrößert. Nach Erhebungen des Branchenbeobachters SNE Research kletterte das weltweit installierte Batterievolumen für Elektroautos und Hybride zwischen Januar und August um 19,7 Prozent auf 844,2 Gigawattstunden.

CATL wuchs dabei mit einem Zuwachs von 25,2 Prozent auf 333 Gigawattstunden spürbar schneller als der Gesamtmarkt und sicherte sich einen Weltmarktanteil von 39,4 Prozent.

Während die sieben führenden chinesischen Batteriekonzerne inzwischen auf einen kombinierten Marktanteil von 73,3 Prozent kommen, verloren die drei großen südkoreanischen Hersteller spürbar an Boden. Deren gemeinsamer Marktanteil sank auf 12,7 Prozent.

LG Energy Solution kam noch auf einen Anteil von 8,1 Prozent, während die Installationen von SK On um 14,5 Prozent auf 24,9 Gigawattstunden zurückgingen. Zugleich legte der weltweite Marktanteil von Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) auf 57,3 Prozent zu, während der nordamerikanische Markt ein Minus von 23,7 Prozent auf 73,1 Gigawattstunden verzeichnete.

Analystenlob und neue Steuerregeln in China

Die Analysten von Goldman Sachs führten CATL heute als Branchenfavoriten unter den chinesischen Batterieherstellern auf. Die US-Investmentbank begründet dies mit der robusten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und stationären Speichern sowie den integrierten Energielösungen des Konzerns. Das 12-Monats-Kursziel bezifferte das Institut auf 565 Yuan für die an den Inlandsbörsen gehandelten A-Aktien sowie auf 947 Hongkong-Dollar für die H-Aktien. Als zentrale Risikofaktoren nannten die Analysten eine mögliche Nachfrageabkühlung, steigende Rohstoffpreise und intensiveren Preiswettbewerb.

Zudem verändern sich die regulatorischen Rahmenbedingungen auf dem Heimatmarkt. China besteuert Lithium-Ionen-Batterien seit September mit einer Verbrauchssteuer von zwei Prozent, die im September 2027 auf vier Prozent steigen soll. Gleichzeitig sinkt der steuerliche Exportrabatt für Fahrzeugbatterien, während die Befreiung für Natrium-Ionen- und Feststoffbatterien bis Ende 2028 fortgilt.

CATL treibt alternative Zellchemien voran: Am Standort Fujian kamen 40 Gigawattstunden an Natrium-Kapazitäten hinzu. Bis Ende des laufenden Jahres plant das Unternehmen Auslieferungen von einer Gigawattstunde an Natrium-Speichersystemen, gefolgt von weltweiten Lieferungen ab Juni 2027. Zudem schloss CATL einen Dreijahresvertrag über 60 Gigawattstunden Speicherkapazität mit HyperStrong ab.

Ausbau des europäischen Werks in Ungarn

Parallel zur Festigung der Marktstellung in Asien treibt das Unternehmen seine europäische Fertigung voran. Im ungarischen Debrecen soll der Personalbestand bis zum Jahresende von derzeit 2.800 auf 3.300 Beschäftigte steigen. Zuvor war am 22. September der Testbetrieb für Batteriezellen auf den ersten beiden Produktionslinien angelaufen.

Die geplante Jahreskapazität der ersten Phase von 40 Gigawattstunden ist nach Unternehmensangaben vollständig durch Kundenaufträge gebunden. Die Investitionssumme für diesen ersten Bauabschnitt beläuft sich auf rund 900 Milliarden Forint. Im Endausbau des Gesamtprojekts strebt der Konzern über drei Phasen hinweg ein Investitionsvolumen von 3 Billionen Forint, eine Kapazität von 100 Gigawattstunden sowie 9.000 Arbeitsplätze an.

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