CATL baut Batterien. Das weiß jeder. Aber Wasserkraftwerke? Das ist neu. Die Contemporary Amperex Technology Co., Limited plant gemeinsam mit Yalong River Hydropower Development, einer Tochter des staatlichen Energiekonzerns SDIC Power, ein Joint Venture zu gründen, das den Bau des Wasserkraftwerks Yagen II in China managen soll. Kostenpunkt: 33,4 Milliarden Yuan.
Was steckt dahinter?
CATL denkt seit Jahren über die gesamte Energiekette nach, nicht nur über die Batterie am Ende der Leitung, sondern auch über das, was davor kommt. Wasserkraft liefert sauberen Strom, CATL braucht sauberen Strom für seine Gigafabriken und für das Narrativ gegenüber europäischen Autoherstellern. Wer seinen eigenen Grünstrom erzeugt, hat ein Argument mehr am Tisch.
33,4 Milliarden Yuan
Zum Vergleich: Das entspricht umgerechnet rund 4,2 Milliarden Euro. Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 1.680 Milliarden US-Dollar ist das handhabbar, aber es zeigt, wohin die Reise geht. CATL diversifiziert, und zwar in eine Richtung, die wenige erwartet hätten.
Die Aktie? Durchwachsen
Heute legt die Aktie 1,3 Prozent zu, auf Sicht von sieben Tagen sind es 2,3 Prozent. Klingt ordentlich. Schaut man auf die letzten 30 Tage, sind da allerdings gut 6,7 Prozent weg. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 257,72 bis 468,75 CNY, was zeigt, wie heftig die Schwankungen zuletzt waren. Wer auf die nächsten Quartalszahlen wartet, muss sich bis zum 19. Oktober gedulden. Bis dahin liefert eben ein Wasserkraftwerk die Schlagzeilen.
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