CATL-Aktie: Starke Zahlen – noch stärkeres Signal!

CATL übertrifft mit Halbjahreszahlen die Erwartungen und kündigt ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 40 Milliarden Yuan an.

Auf einen Blick:
  • Nettogewinn im ersten Halbjahr 2026 um 42 % gestiegen auf 43,28 Milliarden Yuan
  • Umsatz wuchs um 55 % auf 276,92 Milliarden Yuan
  • Aktienrückkaufprogramm von 20 bis 40 Milliarden Yuan angekündigt
  • Bernstein erwartet jährliches Umsatzwachstum von 20 bis 30 % bis 2030

Freitagabend Zahlen, Montagmorgen Kursfeuerwerk. Contemporary Amperex Technology, besser bekannt als CATL, hat geliefert, und der Markt hat es goutiert. Die in Shenzhen gelistete Aktie legte am Montag früh um 4,7 % auf 401,08 Yuan zu, die Hongkonger Notierung zog um 1,0 % auf 628,00 Hongkong-Dollar an.

42 % mehr Gewinn, 55 % mehr Umsatz

Die Halbjahreszahlen sind, kurz gesagt, stark. Der Nettogewinn kletterte um 42 % auf 43,28 Milliarden Yuan, der Umsatz schoss um 55 % auf 276,92 Milliarden Yuan nach oben. Analysten hatten das in etwa so erwartet, und genau das ist eigentlich das Interessante daran: CATL überrascht nicht mehr, weil die Latte schon sehr hoch liegt, und trifft sie trotzdem.

Ein Wermutstropfen steckt in der Bruttomarge, die auf 23,9 % gesunken ist. Bernstein macht dafür gestiegene Metallkosten verantwortlich. Allerdings blieb die zugrundeliegende Dollarmarge stabil bei rund 15 US-Dollar je Kilowattstunde. Das heißt: Die Profitabilität hält, auch wenn die Rohmaterialkosten drücken.

40 Milliarden Yuan für die eigene Aktie

Was den Kurs wohl noch mehr angeschoben hat als die Zahlen selbst: das Rückkaufprogramm. CATL plant, innerhalb von zwölf Monaten nach Aktionärsgenehmigung zwischen 20 und 40 Milliarden Yuan eigener A-Aktien zurückzukaufen. Die Nomura-Analysten schreiben dazu, das Programm sei positiv für die Marktstimmung und verbessere die Aktionärsrendite. Selten so wenig gesagt mit so vielen Wörtern, aber sie haben wohl recht.

Bis 2030 auf Kurs

Bernstein traut CATL bis 2030 ein jährliches Umsatzwachstum von 20 bis 30 % zu. Kaum ein anderes Unternehmen der Branche biete eine vergleichbare Kombination aus Wachstum und Größe, so die Analysten. Dazu passt, was CATL operativ tut: Das Werk in Ungarn läuft hoch, die Batteriewechsel-Infrastruktur in Europa wird ausgebaut, und die Natrium-Ionen-Batterie soll kommerziell werden. Wer das alles hinbekommt, hat mehr zu tun als Zahlen zu melden. 40 Milliarden Yuan für die eigene Aktie lassen sich viele leisten. Diese Wachstumskombination nicht.

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