Der weltweit führende Batteriehersteller CATL setzt ein massives Zeichen des Vertrauens. Mit einem rekordverdächtigen Aktienrückkauf und starken Halbjahreszahlen trotzt der Konzern dem harten Preiskampf im Sektor der Elektromobilität. Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: Das Management sieht eine deutliche Diskrepanz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem tatsächlichen Wert des Unternehmens.
Rekordgewinne trotz Preisdruck
Im ersten Halbjahr 2026 steigerte CATL den Umsatz um fast 55 Prozent auf rund 277 Milliarden CNY. Der Nettogewinn kletterte parallel dazu auf 43,28 Milliarden CNY. Das entspricht einem Plus von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Ergebnisse unterstreichen die Fähigkeit des Giganten, trotz sinkender Preise für Lithium-Batterien profitabel zu wachsen.
Die Auslieferungsmengen stiegen allein im zweiten Quartal auf beachtliche 232 Gigawattstunden. Zwar sanken die Bruttomargen im klassischen E-Auto-Segment leicht auf 20,63 Prozent. Die schiere Masse an verkauften Batterien glich diesen Effekt jedoch mehr als aus.
Ein Signal an den Kapitalmarkt
Der Vorstand hat nun ein Rückkaufprogramm im Volumen von bis zu 40 Milliarden CNY genehmigt. Es handelt sich um eine der größten Maßnahmen dieser Art in der Geschichte des chinesischen Aktienmarktes. CATL plant, die zurückgekauften Aktien einzuziehen und so das Grundkapital zu verringern.
Der maximale Kaufpreis wurde auf 573 CNY je Aktie festgesetzt. Damit signalisiert das Unternehmen, dass es den aktuellen Kurs für massiv unterbewertet hält. Diese Maßnahme stabilisierte den Titel in einer volatilen Handelswoche und sorgte für ein Plus von rund 3,2 Prozent auf Wochensicht.
Stromspeicher als Wachstumsmotor
Während das Geschäft mit Fahrzeugbatterien die Basis bildet, entwickeln sich stationäre Energiespeicher zum neuen Standbein. In diesem Segment sprang der Umsatz im ersten Halbjahr um 87,5 Prozent nach oben. Mit über 53 Milliarden CNY steuert dieser Bereich mittlerweile fast ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei.
Das Speichergeschäft ist mit einer Marge von fast 24 Prozent rentabler als die Belieferung von Autobauern. Die weltweit steigende Nachfrage nach KI-Rechenzentren und der Ausbau erneuerbarer Energien treiben diesen Trend voran.
Die Expansion setzt sich derweil ungebremst fort. In Europa festigt CATL seine Stellung durch strategische Kooperationen mit Partnern wie BASF. Ein technischer Indikator stützt das positive Bild: Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei 54,2, was auf eine gesunde Konsolidierung hindeutet. Im weiteren Jahresverlauf steht nun die Inbetriebnahme neuer Produktionskapazitäten in Jining im Fokus.
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