CATL Aktie: 20 Prozent bei CarbonScape

CATL beteiligt sich mit 20 Prozent am Start-up CarbonScape, um Graphit aus Holzresten für Batterien zu gewinnen und die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen zu reduzieren.

Auf einen Blick:
  • 20-Prozent-Beteiligung an CarbonScape
  • Graphit aus Forstabfällen statt Erdöl
  • Fokus auf nachhaltige Lieferketten
  • Aktie fällt trotz strategischer Weichenstellung

CATL sichert sich den Zugriff auf eine neue Schlüsseltechnologie. Der Weltmarktführer für Batterien steigt mit 20 Prozent beim neuseeländischen Start-up CarbonScape ein. Das Ziel: Graphit künftig aus Holzresten statt aus fossilem Öl gewinnen.

Graphit macht bis zu 50 Prozent der Masse einer Batteriezelle aus. Bisher stammt das Material fast ausschließlich aus synthetischen Prozessen auf Erdöl- oder Kohlebasis. CarbonScape nutzt stattdessen Abfälle aus der Forstwirtschaft zur Herstellung.

Abkehr von fossilen Ketten

CATL agiert künftig als primärer Partner für die Industrialisierung. Ein Sitz im Vorstand festigt den Einfluss der Chinesen. Das neue Verfahren wird zunächst in bestehenden Werken im industriellen Maßstab getestet.

Parallel dazu verschärft China die Sicherheitsregeln für Batterien in Elektroautos. Neue staatliche Normen fordern künftig obligatorische physikalische Hochspannungs-Abschaltungen. Die Kosten für Batteriesysteme könnten dadurch um bis zu 20 Prozent steigen.

Engpässe im Visier

CATL-Vize Jiang Li sieht im Bergbau das größte Nadelöhr der Industrie. Um die Versorgung zu sichern, nahm der Konzern die Förderung in der Jianxiawo-Lithiummine wieder auf. Das stabilisiert die internen Lieferketten.

Die Aktie verlor am Montag 1,44 Prozent auf 374,51 CNY. Damit setzt sich der Abwärtstrend der letzten 30 Tage fort. Das Papier notiert aktuell rund 20 Prozent unter dem Hoch vom Mai.

Der RSI liegt bei 38,9. Damit rückt der Titel in den überverkauften Bereich. Die strategische Weichenstellung zielt klar auf westliche Kunden wie BMW, Mercedes oder Tesla ab. Diese fordern für den US-Markt zunehmend nachhaltige Lieferketten ohne fossile Abhängigkeiten. Bis Ende 2027 wollen die Partner die endgültige Investitionsentscheidung für die Massenproduktion treffen.

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