Carnival-Aktie: Der perfekte Sturm!

Die Carnival-Aktie ist seit Beginn des Iran-Kriegs über 20% in die Tiefe gesunken. Müssen sich Anleger auf eine Fortsetzung der Talfahrt einstellen?

Auf einen Blick:
  • Ölpreisexplosion schlägt auf Gewinn durch
  • Golfregion fällt als Reisegebiet weg
  • Allgemeine Reiselust sinkt in Kriegszeiten

Die Carnival-Aktie kam in den letzten Wochen mächtig unter die Räder an der Börse. Seit Ausbruch des Iran-Krieges sackte der Kurs des weltgrößten Kreuzfahrtunternehmens über 20 Prozent in die Tiefe. Ist inzwischen ein Boden gefunden oder müssen sich Anleger auf eine Fortsetzung der Talfahrt einstellen?

Explodierende Ölpreise und drohendes Überangebot

Für die Carnival-Aktie ist es derzeit ein perfekter Sturm. Die Eskalation im Nahen Osten hat zu einer Explosion des Ölpreises auf über 100 US-Dollar geführt (Sorte Brent). Für einen Kreuzfahrtbetreiber wie Carnival ist das aufgrund der enorm hohen benötigen Spritmengen ein gewaltiges Problem.

Noch dazu verzichtet Carnival im Unterschied zu Konkurrenten wie Royal Carribean und Norwegian Cruise Line auf das Treibstoff-Hedging, also die Absicherung der Prise durch Termingeschäfte. Jede Preissteigerung beim Öl schlägt bei Carnival sofort und ungebremst auf die Betriebskosten durch. Analysten schätzen, dass der aktuelle Ölpreissprung den Gewinn pro Aktie für 2026 um ca. 0,20 US-Dollar schmälern könnte.

Darüber hinaus hat der Iran-Krieg auch dazu geführt, dass die gesamte Golfregion als Reisegebiet für Schiffe wegfällt. In weiser Voraussicht hat Carnival bereits im vergangenen Sommer alle Fahrten in das Krisengebiet abgesagt.

Trotzdem dürften viele Reisenden deshalb auf eine Kreuzfahrt mit einer der Carnival-Gesellschaften verzichtet haben. Hinzu kommt, dass viele Schiffe ins Mittelmeer umgeleitet wurden, was dort zu einem Überangebot und potenziell sinkenden Ticketpreisen führen könnte.

Die Reiselust könnte nachlassen

Zu allem Überfluss dämpfen Kriege und geopolitische Instabilität die allgemeine Reiselust. Es steht zu befürchten, dass auch die steigenden Flugpreise dazu führen, dass viele Reisende ihre Fernreisen per Schiff und Flugzeug stornieren werden.

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