Heute hat der Kreuzfahrtkonzern Carnival operative Weichenstellungen für mehrere Tochtergesellschaften bekannt gegeben. Neben Verschiebungen zwischen den Flotten von Cunard, P&O Cruises und Holland America Line zieht das Unternehmen Modernisierungsmaßnahmen vor. Holland America Line schaltete am heutigen Donnerstag zusätzliche Reisen frei, nachdem eine starke Nachfrage die Umbaupläne für das Kreuzfahrtschiff Oosterdam beschleunigt hat.
Umstrukturierungen bei Cunard und P&O Cruises
Im Zentrum der langfristigen Planung steht die 2024 in Dienst gestellte Queen Anne von Cunard. Das Schiff wechselt nach seiner Weltreise im Winter 2028/2029 zur Schwestermarke P&O Cruises. Dort soll es nach einer Modernisierung ab Mai 2029 unter neuem Namen in See stechen.
Für Gäste der Queen Anne plant die Reederei vor dem Übergang noch Abschiedsreisen im Winter 2028/2029. Bereits ausgeschriebene Fahrten finden planmäßig statt. In der Flotte von Cunard verbleiben nach dem Transfer die Queen Mary 2, die Queen Victoria und die Queen Elizabeth.
Zugleich gibt P&O Cruises die Arcadia im August 2029 an die Konzernmarke Holland America Line ab. Die Maßnahmen ordnen die Schiffskapazitäten zwischen den Marken neu. Die Kreuzfahrtbranche steht parallel dazu auf ertragreichen Karibik-Routen unter wachsendem Preisdruck.
Frühere Modernisierung der Oosterdam
Bei Holland America Line führt ein hohes Buchungsinteresse zu einer Beschleunigung des Umbauprogramms. Die Tochtergesellschaft zog den Zeitplan für das Projekt „Evolution“ auf der Oosterdam vor. Heute öffnete das Unternehmen den Buchungsstart für fünf zusätzliche Seereisen für Ende 2027.
Den Auftakt bildet am 31. Oktober 2027 eine zehntägige Fahrt von Civitavecchia nach Triest. Daran schließen sich im November Routen nach Piräus, Barcelona und Fort Lauderdale an, bevor am 11. Dezember 2027 eine Karibik-Rundreise folgt. Die Modernisierung umfasst Solo Verandahs sowie neue Suiten, eine überarbeitete Pinnacle Suite, das Grand Dutch Café und eine neu gestaltete Ocean Bar.
Operatives Umfeld und Börsenreaktion
Die Flottenanpassungen folgen auf eine Phase operativer Zuversicht. Vor gut einer Woche hatte der Konzern seinen Ausblick für das operative Ergebnis angehoben. Zudem begann vor rund einem Monat der Bau der Carnival Tropicale auf der Meyer Werft. Vor gut drei Wochen hatte das Management bereits den Termin für seinen Quartalsbericht angekündigt.
An den Finanzmärkten legte die Aktie zuletzt eine Atempause ein. Gestern gab das Papier in New York um 1,6 Prozent auf 26,15 USD nach. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Zuwachs von 13 Prozent zu Buche.
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