Carnival Aktie: Neun Jubilee-Fahrten 2027 gestrichen

Carnival streicht neun Fahrten der Jubilee, während Großinvestoren Anteile verkaufen. Das Unternehmen hebt das Gewinnziel für 2026 an.

Auf einen Blick:
  • Neun Fahrten der Carnival Jubilee gestrichen
  • Großinvestoren reduzieren ihre Anteile deutlich
  • Gewinnziel für 2026 leicht angehoben
  • Aktienrückkäufe stützen die Bilanz

Carnival sortiert seine langfristige Planung neu. Der Kreuzfahrtriese streicht überraschend neun Termine für eines seiner modernsten Schiffe. Das sorgt für Unruhe, während institutionelle Investoren Kasse machen.

Die Carnival Jubilee wird zwischen August und Dezember 2027 nicht wie geplant ablegen. Insgesamt neun Fahrten ab Galveston fallen aus. Das Management begründet den Schritt mit notwendigen Anpassungen im Fahrplan.

Solche Änderungen dienen meist der logistischen Effizienz. Carnival will die Auslastung der Flotte optimieren und verhandelt parallel Hafenkapazitäten neu. Betroffene Kunden müssen nun umbuchen oder erhalten Erstattungen.

Investoren ziehen Kapital ab

Parallel dazu werfen große Adressen ihre Papiere auf den Markt. Quantinno Capital Management hat seinen Anteil laut aktuellen Pflichtmitteilungen um fast 31 Prozent gekürzt. Andere Fonds halbierten ihre Positionen im ersten Quartal sogar.

Trotz dieser Verkäufe kontrollieren Profis weiterhin zwei Drittel der Carnival-Anteile. Marktbeobachter bewerten die Umschichtungen eher als Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Erholung. Die Aktie legte innerhalb von sieben Tagen um 10,33 Prozent zu.

Rückkäufe stützen das Gewinnziel

Positive Signale kommen derweil von der Bilanzseite. Carnival hat das Gewinnziel für 2026 leicht auf 2,22 US-Dollar je Aktie angehoben. Dieser Schritt resultiert vor allem aus den laufenden Aktienrückkaufprogrammen.

Das Unternehmen treibt den Abbau der Schulden konsequent voran. Analysten von S&P Global registrieren diesen Trend positiv. Mittelfristig könnte der Konzern damit sein begehrtes Investment-Grade-Rating zurückgewinnen.

Technisch bleibt die Lage konstruktiv. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit 55,2 Punkten noch keine Überhitzung des Marktes. Die Effizienzsprünge aus der neuen Flottenplanung müssen ab 2027 die versprochenen Margen liefern.

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