Cunard hat gestern 93 neue Reisen für den Zeitraum von Oktober 2028 bis Mai 2029 angekündigt. Für Carnival rückt damit die langfristige Angebotsplanung in den Vordergrund. Die Ankündigung erweitert das Reiseangebot, liefert aber noch keinen Beleg dafür, wie stark Nachfrage und Ertrag dieser Abfahrten ausfallen werden.
Ein besonderer Programmpunkt betrifft die Queen Mary 2: Sie soll ihre 500. Transatlantiküberquerung nach Liverpool absolvieren. Cunard verbindet das neue Angebot damit auch mit einem Jubiläum. Für Anleger ist allerdings die Unterscheidung entscheidend: Angekündigte Reisen sind noch keine gebuchten Umsätze.
Neue Programme und Angebote an Bord
Die Cunard-Ankündigung steht neben weiteren Produktmeldungen. Seabourn stellte am Dienstag seine kulinarische Philosophie „Earth & Ocean“ vor. Sie soll lokale Inspiration und regionale Küche an Bord sowie an Land verbinden. Im Mittelpunkt steht damit nicht die Zahl zusätzlicher Abfahrten, sondern die Gestaltung des Reiseerlebnisses.
Bereits am 14. Oktober veröffentlichte Seabourn sein Reiseprogramm für 2029 mit mehr als 200 Zielen. Dazu gehören eine neue Route im Bottnischen Meerbusen und die Rückkehr nach Ägypten.
Auch Holland America Line setzt beim Angebot an Bord an. Für die Modernisierung der Oosterdam stellte die Gesellschaft eine neue zweistöckige Bar und ein neu gestaltetes Crow’s Nest vor. Ein erweitertes Live-Unterhaltungsangebot gehört ebenfalls zu den angekündigten Veränderungen.
Diese Meldungen betreffen unterschiedliche Teile des Angebots: Reiseziele, Gastronomie und Unterhaltung. Für die Bewertung von Carnival bleibt entscheidend, ob solche Angebote die von Analysten hervorgehobene Preissetzungsmacht und Margenentwicklung unterstützen. Die Produktankündigungen allein beantworten diese Frage nicht.
Positive Einschätzung mit operativem Vorbehalt
Medienberichten zufolge bestätigte Analyst Ivan Feinseth von Tigress Financial am 13. Oktober seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 42 US-Dollar. Als Gründe nannte er Rekordbuchungen, anhaltende Preissetzungsmacht und steigende operative Margen.
Dem positiven Blick steht eine regionale Anpassung gegenüber. Laut ABC kündigte Carnival Cruise Line am 16. Oktober an, Carnival Adventure und Carnival Luminosa ab März 2028 aus der australischen Flotte abzuziehen.
Carnival begründete die Entscheidung mit der stärkeren Anfälligkeit für lokale Markt- und Betriebsbedingungen. Ein Vertreter der Maritime Union of Australia bezeichnete die Ankündigung dagegen als Verhandlungstaktik.
Damit stehen langfristiger Angebotsausbau und regionale Flottenanpassung nebeneinander. Für Anleger sind die konkreten Buchungs- und Margentrends aussagekräftiger als die bloße Zahl neuer Reisen. Genau dort setzt auch die positive Analystenbegründung an.
Carnival-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Carnival-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Carnival-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Carnival-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
