Die Kabinen sind voll, die Auftragsbücher bis ins Jahr 2028 gefüllt. An der Börse herrscht bei Carnival dennoch Katerstimmung. Steigende Treibstoffpreise drücken auf den Kurs und überlagern das starke operative Geschäft.
Pünktlich zum Ex-Dividenden-Tag am heutigen Mittwoch zeigt sich die Aktie von ihrer schwachen Seite. Am Montag sackte das Papier um 3,56 Prozent auf 25,44 US-Dollar ab. Es war der dritte Verlusttag in Folge.
Auffällig ist das hohe Handelsvolumen. Bei fallenden Kursen wechselten zuletzt 36 Millionen Aktien den Besitzer. Charttechniker werten ein solches Verhalten oft als Warnsignal. Das Papier notiert mittlerweile unter der 200-Tage-Linie.
Ungeachtet der Kursverluste bedient der Kreuzfahrtkonzern seine Aktionäre. Die Quartalsdividende liegt bei 0,15 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von knapp sieben Prozent. Das Unternehmen behält somit ausreichend Kapital für Reinvestitionen in die Flotte.
Teurer Treibstoff bremst Euphorie
Der Auslöser für die jüngste Kursschwäche liegt in den Betriebskosten. Die Kraftstoffpreise ziehen spürbar an. Für einen Kreuzfahrtanbieter ist das eine zentrale Belastung. Allein im ersten Geschäftsquartal verbuchte Carnival hier Ausgaben von knapp 400 Millionen US-Dollar.
Im vergangenen Gesamtjahr lagen diese Kosten noch bei 1,8 Milliarden US-Dollar. Operativ läuft es indes rund. Die Auslastung der Schiffe erreichte im ersten Quartal 103 Prozent. Die Nachfrage nach Kreuzfahrten bleibt ungebrochen hoch.
Wall Street bleibt bullisch
Analysten lassen sich von der aktuellen Korrektur kaum beirren. Die Konsensschätzung der 22 beobachtenden Experten lautet auf „Strong Buy“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 34 US-Dollar. Das bietet deutliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau.
Auch Leerverkäufer ziehen sich zurück. Das Short-Interesse fiel zuletzt auf rund 43 Millionen Aktien. Das entspricht weniger als vier Prozent des Streubesitzes. Eine ausgeprägte Bärenstimmung sieht anders aus.
Finanziell steht Carnival auf einem soliden Fundament. Der Umsatz der vergangenen zwölf Monate summiert sich auf 26,6 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Für das anstehende Quartal prognostizieren Analysten einen Gewinnrückgang von rund drei Prozent. Die Bilanz muss dann beweisen, dass die Rekordbuchungen die steigenden Treibstoffausgaben aufwiegen.
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