Carl Zeiss Meditec Aktie: EBITA halbiert sich auf 60,5 Millionen

Schwaches erstes Halbjahr und verhaltene Analystenprognosen belasten die Aktie von Carl Zeiss Meditec.

Auf einen Blick:
  • Mehrheit der Analysten rät zum Halten
  • Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr gesunken
  • Kostenprogramm soll Ergebnis ab 2028 verbessern
  • Aktie technisch überkauft bei hoher Volatilität

Carl Zeiss Meditec bekommt von den Analysten weiter wenig Rückenwind. Die Mehrheit hält die Aktie, nur zwei Experten raten zum Verkauf. Gleichzeitig bleibt das operative Bild schwach. Umsatz und Ergebnis sind im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen.

Analysten bleiben vorsichtig

Im Mai haben 13 Analysten ihre Einschätzung abgegeben. Elf davon votierten für „Halten“, zwei für „Verkaufen“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 27,15 Euro. Vom aktuellen Kurs von 25,74 Euro ergibt sich damit nur ein begrenztes Aufwärtspotenzial.

Der Kurs selbst spiegelt die Unsicherheit schon deutlich wider. Auf Sicht von sieben Tagen liegt die Aktie im Minus, seit Jahresanfang sogar kräftig. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt zeigt, wie weit sich der Titel bereits von seinem längerfristigen Trend entfernt hat.

Schwächeres Halbjahr belastet

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 sank der Umsatz auf 991,0 Millionen Euro nach 1.050,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das bereinigte EBITA halbierte sich fast auf 60,5 Millionen Euro. Die Marge fiel auf 6,1 Prozent.

Belastet haben vor allem negative Währungseffekte und Rückgänge im Geschäft mit Intraokularlinsen. Hinzu kommen geopolitische und regulatorische Unsicherheiten sowie eine spürbare Investitionszurückhaltung im Markt. Das erklärt, warum die Analysten trotz des niedrigen Kursniveaus nicht offensiv aufstocken.

Sanierung soll Spielraum schaffen

Das Unternehmen reagiert mit einem Kostenprogramm. Bis zum Geschäftsjahr 2028/29 peilt Carl Zeiss Meditec eine jährliche Ergebnisverbesserung von mehr als 200 Millionen Euro an. Für das laufende Geschäftsjahr stellt der Konzern einen Umsatz von mindestens 2,15 bis 2,20 Milliarden Euro in Aussicht. Die bereinigte EBITA-Marge soll zwischen 8 und 10 Prozent liegen.

Kurzfristig bleibt die Aktie damit ein Testfall für die Umsetzung dieser Maßnahmen. Mit einem RSI von 80,8 ist der Titel technisch bereits heiß gelaufen, während die hohe Volatilität von 52,06 Prozent zeigt, wie nervös der Markt reagiert. Am 6. November dürfte mit den nächsten Zahlen klarer werden, ob die Trendwende trägt.

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