Carl Zeiss Meditec Aktie: Bernstein senkt auf 26,10 Euro

Der Medizintechnikkonzern kämpft mit schwacher Nachfrage und Währungseffekten. Das Restrukturierungsprogramm soll die Wende bringen.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert weiter an Wert
  • Analysten senken Kursziele
  • Sparprogramm „Profit Up“ gestartet
  • Schwaches China-Geschäft belastet

Starke Sparziele, schwache Kursreaktion — bei Carl Zeiss Meditec passen Plan und Marktvertrauen noch nicht zusammen. Der Medizintechnik-Konzern aus Jena setzt nach der Halbjahresbilanz auf Restrukturierung, der Markt preist aber weiter eine zähe Erholung ein. Das macht die Aktie anfällig.

Aktie verliert Vertrauen

Am Dienstag notiert die Aktie bei 25,50 Euro, auf Wochensicht steht ein Minus von 10,59 Prozent. Seit Jahresanfang summiert sich der Verlust auf 35,38 Prozent.

Die Aktie hängt nicht wegen eines einzelnen Handelstags fest. Das Problem ist breiter: schwache Nachfrage in Teilen des Geschäfts, negative Währungseffekte und ein Sparprogramm, das erst liefern muss.

Technisch steckt der Titel zwischen kurzer Stabilisierung und altem Abwärtstrend. Der Kurs liegt am 50-Tage-Durchschnitt, aber 29,03 Prozent unter der 200-Tage-Linie.

Analysten bleiben vorsichtig

Das passt zur Skepsis der Analysehäuser. Sie sehen den Turnaround nicht als Selbstläufer, sondern als mehrjährigen Umbau mit operativen Risiken.

Bernstein Research hat das Kursziel von 28,50 auf 26,10 Euro gesenkt und bleibt bei „Market-Perform“. Die Deutsche Bank hält am Votum „Hold“ fest und nennt 30,00 Euro.

Der Kern der Kritik ist klar. Das zweite Geschäftsquartal fiel durchwachsen aus, während Carl Zeiss Meditec die ursprünglichen Jahresziele zurücknahm. Gerade diese Kombination belastet das Vertrauen in eine schnelle Wende.

„Profit Up“ wird zum Prüfstein

Mit „Profit Up“ will das Management die Margen wieder stabilisieren. Bis zum Geschäftsjahr 2028/2029 sollen jährliche Ergebnisverbesserungen von mehr als 200 Millionen Euro erreicht werden.

Das Programm greift an mehreren Stellen an. Carl Zeiss Meditec will die Lieferkette verbessern, das Produktportfolio bereinigen und Forschung sowie Entwicklung stärker in günstigere Regionen verlagern. Das Ziel: niedrigere Kosten und ein schlankeres Geschäft.

Kurzfristig wiegen andere Themen schwerer. Vor allem die schwache Nachfrage nach Intraokularlinsen in China bremst. Hinzu kommen negative Währungseffekte und ein schwierigeres Investitionsklima in Nord- und Südamerika, das Gerätegeschäft belastet.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 2,15 bis 2,20 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 8 bis 10 Prozent liegen.

Im zweiten Halbjahr rücken deshalb zwei Punkte nach vorn: erste Kosteneffekte aus „Profit Up“ und ein stabileres IOL-Geschäft in China. Kommt dort keine Entlastung, bleibt die Aktie anfällig, selbst wenn das Sparziel auf dem Papier groß wirkt.

Carl Zeiss Meditec-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Carl Zeiss Meditec-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Carl Zeiss Meditec-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Carl Zeiss Meditec-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Carl Zeiss Meditec: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)