Carl Zeiss Meditec Aktie: 23 auf 10 Sekunden

Carl Zeiss Meditec profitiert von dominanter Marktposition in der Augenchirurgie. Neue Systeme steigern Effizienz, während die Aktie sich erholt.

Auf einen Blick:
  • Marktbeherrschung in der Netzhautchirurgie
  • VISUMAX 800 verkürzt Laserzeit drastisch
  • Aktie erholt sich um fast 20 Prozent
  • China-Konjunktur bleibt Belastungsfaktor

Carl Zeiss Meditec kämpft sich aus dem Keller. Während das Papier seit Jahresbeginn rund ein Viertel an Wert verlor, macht die technologische Vormachtstellung in der Augenchirurgie Hoffnung. Neue Marktprognosen deuten auf ein langfristiges Wachstum hin.

Dominanz in der Augenchirurgie

Der Konzern beherrscht zusammen mit Alcon und Leica Microsystems den Markt für 3D-Visualisierungssysteme. In der Netzhautchirurgie kontrollieren die drei Anbieter etwa 70 bis 80 Prozent des Marktes. Experten erwarten hier bis 2035 ein jährliches Wachstum von bis zu neun Prozent.

Parallel dazu steigt die Akzeptanz dieser Systeme bei Eingriffen deutlich an. Bis zum Jahr 2035 soll die Adoptionsrate auf 50 Prozent klettern. Die installierte Basis der Geräte wird sich laut Prognosen bis dahin auf über 4.500 Einheiten verdreifachen.

Effizienzsprung im China-Geschäft

Vor allem in China setzt Zeiss auf technologische Impulse. Mit dem VISUMAX 800-System sinkt die Laserzeit bei Augenoperationen von 23 auf nur noch 10 Sekunden. Solche Effizienzgewinne sichern die Marktführerschaft in einem der wichtigsten Absatzgebiete ab.

Am Donnerstag stieg die Aktie um 1,03 Prozent auf 29,50 Euro. Damit setzt sie die Erholung der letzten 30 Tage fort. In diesem Zeitraum legte der Kurs um fast 20 Prozent zu.

Allerdings lasten schwache Konjunkturdaten aus China auf der Stimmung. Das dortige Wirtschaftswachstum blieb im zweiten Quartal mit 4,3 Prozent hinter den Erwartungen zurück. Ein neutraler RSI von 58,6 deutet jedoch darauf hin, dass die Aktie technisch noch nicht überhitzt ist.

Die technologische Dominanz steht fest. Nun müssen die kommenden Quartalszahlen belegen, dass die höhere Effizienz der Systeme die makroökonomische Schwäche in China tatsächlich kompensiert. Hält der Kurs den deutlichen Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von 26,77 Euro, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt.

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