Die Cardano-Blockchain steuert auf ihren nächsten großen Entwicklungsschritt zu. Mit der Veröffentlichung der Knotensoftware Node 11.1.1 und der Vorbereitung einer Verfassungsänderung zur Implementierung der Dijkstra-Parameter nehmen die technischen Weichenstellungen für die kommende Hard-Fork-Phase Gestalt an.
Während das Netzwerk seine Infrastruktur modernisiert, notiert der Token ADA bei 0,1964 US-Dollar und verbucht heute ein leichtes Plus von 0,5 Prozent.
Technischer Fahrplan nimmt Konturen an
Die jüngste Veröffentlichung von Cardano-Node 11.1.1 diente vorrangig der Behebung von Problemen rund um Genesis und markiert zugleich den ersten Meilenstein auf dem Weg zur Dijkstra-Ära. Innerhalb eines Monats soll bereits Version 11.2 folgen, die strukturierte Tests für den Großteil der neuen Dijkstra-Funktionen ermöglichen wird.
Parallel zu den Software-Updates war für den 11. September die Einreichung eines Verfassungsantrags vorgesehen, um die erforderlichen Parameter im Governance-System der Blockchain zu verankern.
Nach Angaben der Entwicklerorganisation Intersect liegt das Zeitfenster für das Inkrafttreten der ersten Dijkstra-Phase bei mittlerer Zuversicht zwischen dem 5. Dezember 2026 und dem 4. Januar 2027. Für das zweite Quartal 2027 ist mit Ouroboros Peras bereits eine zweite Phase geplant, die eine Abstimmungsebene für Stake-Pool-Betreiber zur schnelleren Finalisierung von Transaktionen einführen soll.
Diversifizierung durch Rust-Client und Governance-Hürden
Neben der bestehenden Codebasis setzt das Ökosystem auf alternative Implementierungen. Für den in der Programmiersprache Rust geschriebenen Knoten-Client Amaru wird die allgemeine Veröffentlichung zum 30. September 2026 angestrebt.
Bis zum 29. Oktober soll die Kompatibilität mit Dijkstra hergestellt sein, bevor im November 2026 die Produktion von Blöcken im Hauptnetz starten soll. Dies soll die Ausfallsicherheit und Vielfalt der Netzwerkinfrastruktur erhöhen.
Während die technische Entwicklung voranschreitet, verliefen die Abstimmungsprozesse auf Governance-Ebene zuletzt schleppend. Bei der Wahl von vier Mitgliedern für das Verfassungskomitee wurden die erforderlichen Quoten bis zum Fristablauf am 1. September deutlich verfehlt.
Die Unterstützung durch delegierte Vertreter lag bei 43 Prozent gegenüber einer Hürde von 67 Prozent, während die Stake-Pool-Betreiber lediglich 15 Prozent der nötigen 51 Prozent Zustimmung beisteuerten.
An den Kryptomärkten spiegelt sich die technologische Übergangsphase in einer abwartenden Haltung wider. Seit Jahresanfang verzeichnet Cardano einen Rückgang von 44 Prozent. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob die anstehenden Software-Veröffentlichungen dem Netzwerk neue Impulse verleihen können.
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