120 Millionen ADA sind freigegeben, eine neue Blockchain-Verbindung ist live – und trotzdem tritt der Kurs auf der Stelle. Bei Cardano zeigt sich gerade ein Muster, das Anleger kennen: Technische Fortschritte allein reichen nicht, um eine festgefahrene Chartlage aufzubrechen.
PRIME-Programm passiert die Abstimmung
Die Cardano-Governance hat nach knapp einem Monat Abstimmungszeit grünes Licht für das PRIME-Programm von AlphaGrowth gegeben. 73,04 Prozent des abgegebenen Stimmengewichts votierten dafür, das entspricht rund 3,73 Milliarden ADA gegenüber 1,38 Milliarden Nein-Stimmen. Von 15,01 Milliarden vertretenen ADA enthielt sich mit 9,90 Milliarden der größere Teil.
Das Programm läuft über zwölf Monate und soll den im DeFi-Bereich hinterlegten Wert von aktuell rund 90 Millionen auf über 200 Millionen Dollar heben. Die Mittel fließen nicht direkt an AlphaGrowth, sondern über die Organisation Intersect, gestaffelt in mehreren Freigabestufen. Die kurzfristige Belastung für den Markt bleibt dadurch mit etwa 30 Millionen ADA überschaubar.
Kurs bewegt sich trotzdem kaum
Der ADA-Kurs pendelte zuletzt zwischen 0,1810 und 0,1839 Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von rund 6,7 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang von etwa 2 bis 4 Prozent gegenüber der Vorwoche. Vom Rekordhoch bei 3,10 Dollar aus dem Jahr 2021 trennen ADA damit weiterhin rund 94 Prozent.
Parallel zur PRIME-Freigabe hat Injective eine erste, über ein Testnetz laufende Verbindung zu Cardano eröffnet. Sie soll ADA künftig ins Injective-Ökosystem bringen, während umgekehrt INJ innerhalb von Cardano nutzbar wird.
An den Terminmärkten sorgte das Umfeld zuletzt vor allem für Bewegung bei gehebelten Positionen: In den vergangenen Handelsstunden dominierten Long-Liquidationen deutlich gegenüber Short-Glattstellungen, ein Hinweis darauf, dass zuvor auf steigende Kurse gesetzte Positionen unter Druck gerieten.
Charttechnisch hängt ADA an einer Unterstützung um 0,1810 Dollar, die zusätzlich von einer steigenden Trendlinie gestützt wird. Hält dieser Bereich, rücken die Marken bei 0,2117 und 0,2322 Dollar in den Blick – ein Aufschlag von gut 15 beziehungsweise 26 Prozent. Ein bestätigter Schlusskurs unter 0,1532 Dollar würde dagegen den Weg Richtung 0,1381 Dollar öffnen.
Zur Gemengelage gehört auch der freiwillige Rückzug von Grayscales Antrag auf einen Spot-ETF für Cardano, der bereits vor einigen Tagen bekannt wurde, ohne dass jemals Anteile ausgegeben wurden. Ein regulatorischer Impuls, der dem Kurs zuletzt fehlte, bleibt damit vorerst aus.
Für die kommenden Wochen bleibt die Marke von 0,1810 Dollar der entscheidende Pegel. Hält sie, eröffnet sich technisch Spielraum bis in den Bereich um 0,2300 Dollar. Rutscht ADA bestätigt darunter, rückt die Zone um 0,1381 Dollar in den Fokus – trotz einer inzwischen erweiterten technischen Basis durch PRIME und die neue Injective-Anbindung.
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