Cardano: Netzwerkaktivität bricht um 37 % ein

Symbolbild, KI-generiert

Cardano stärkt seine On-Chain-Governance, während aktive Adressen sinken. Neue Protokollschritte und ein 80-Millionen-USD-Fonds folgen.

Auf einen Blick:
  • Vier Gremiumsmitglieder neu bestimmt
  • Wöchentliche Adressen um 37 Prozent gesunken
  • Dijkstra-Änderung bis 11. September einzureichen
  • Orion Fund umfasst 80 Millionen USD

Das Inkrafttreten des „Update Constitutional Committee 2026“ markiert den Abschluss einer für das Cardano-Netzwerk richtungsweisenden Abstimmung. Mit der gestrigen Umsetzung der Ergebnisse wurde ein Gremium eingesetzt, das die künftige Einhaltung der on-chain verankerten Grundsätze überwachen soll.

Die Community stimmte mehrheitlich für die Neubesetzung von vier Mitgliedern, wobei die Unterstützung durch die gewählten Vertreter (DReps) mit 69,36 % deutlich ausfiel. Bei den Stake Pool Operatoren (SPOs) war das Votum knapper: Hier wurde mit 51,18 % die notwendige Schwelle von 51 % nur knapp überschritten.

On-Chain-Aktivität schwächelt trotz struktureller Fortschritte

Parallel zu diesen Fortschritten in der Selbstverwaltung sieht sich das Ökosystem mit einer rückläufigen Netzwerkauslastung konfrontiert. Medienberichten zufolge brachen die wöchentlich aktiven Adressen am Samstag um 37 % ein.

Diese Entwicklung sorgte für Verunsicherung unter den Marktteilnehmern, da sie im Kontrast zu den jüngsten Integrationserfolgen steht. Der Kurs von Cardano notiert heute bei 0,2195 USD. Trotz der kurzfristigen Schwankungen liegt die Kryptowährung damit rund 59 % über ihrem 52-Wochen-Tief.

Technisch bereitet das Entwicklungsunternehmen Input Output bereits den nächsten Schritt vor. Bis zum 11. September muss eine Verfassungsänderung formal eingereicht werden, um die sogenannten Dijkstra-Protokollparameter in das Regelwerk zu integrieren.

Dieser Prozess ist Voraussetzung dafür, dass künftige Parameteränderungen direkt über on-chain Abstimmungen der Gemeinschaft entschieden werden können. Die technische Roadmap sieht zudem die Veröffentlichung der neuen Node-Implementierung Amaru für den 30. September vor, gefolgt von einer angestrebten Blockproduktion auf dem Mainnet im November.

Strategische Weichenstellungen für das vierte Quartal

Für das vierte Quartal richtet sich der Blick der Anleger auf das Skalierungs-Upgrade Leios. Dieses soll durch die Einführung zertifizierter „Endorser Blocks“ den Transaktionsdurchsatz massiv erhöhen. Die Entwickler peilen den Abschluss des Codes für das vierte Quartal 2026 an.

Flankiert wird diese Entwicklung durch neue Finanzierungsinstrumente wie den „Orion Fund“. Diese strategische Initiative von Draper Dragon umfasst 80 Millionen USD und ist darauf ausgelegt, Projekte zu unterstützen, die nativ auf Cardano aufbauen oder das Netzwerk integrieren.

Bereits im Frühjahr hatte die Cardano Foundation begonnen, achtstellige ADA-Beträge als Liquidität für Stablecoin-Projekte bereitzustellen, um die Markttiefe im DeFi-Sektor zu verbessern.

Zuletzt konnte Cardano zudem seine regulatorische und praktische Reichweite ausbauen. Am Freitag fügte die Plattform Kalshi unbefristete Terminkontrakte (Perpetual Futures) für ADA hinzu. Zudem ermöglicht die Integration des Dienstes ChatterPay seit diesem Monat Zahlungen direkt über WhatsApp, wodurch theoretisch ein Zugang für über zwei Milliarden Nutzer geschaffen wurde.

Im regulatorischen Bereich in den USA bleibt die Lage hingegen gemischt: Während CME-Futures im August die notwendige sechsmonatige Handelszeit für eine theoretische ETF-Eignung erreichten, zog der Vermögensverwalter Grayscale seinen Antrag für einen Cardano Trust ETF am 7. August zunächst zurück. Eine Entscheidung der SEC zu einem alternativen Antrag wird für Oktober erwartet.

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