Im Sog einer breiten Risikobereitschaft an den Krypto-Märkten und gestützt auf die Aufnahme der Cardano Foundation in das Crypto Partner Program von Mastercard hat Cardano am heutigen Montag kräftig zugelegt.
Medienberichten zufolge trieb das Zusammenspiel aus einer allgemeinen Umschichtung in alternative Krypto-Assets und den Nachwirkungen des Beitritts zum Zahlungsnetzwerk den Kurs an. Mit einem Tagesplus von 8,0 Prozent notiert die Kryptowährung nun bei 0,2461 USD.
Die Zusammenarbeit mit Mastercard, die am 15. September im Rahmen des Programmbereichs für Blockchains vereinbart wurde, konzentriert sich auf Anwendungsfälle rund um den Zahlungsverkehr und Stablecoins.
Im Fokus stehen dabei grenzüberschreitende Geldtransfers, B2B-Transaktionen sowie Abwicklungsverfahren. Marktbeobachter sehen in der Öffnung für etablierte Finanzinfrastrukturen einen wesentlichen Treiber für das wiedererwachte Interesse an dem Netzwerk.
Vorstoß im Bereich digitaler Bezahlsysteme
Parallel zur Kooperation mit Mastercard treibt die Cardano Foundation die Verzahnung mit standardisierter Zahlungsinfrastruktur voran. Ebenfalls am 15. September steuerten Entwickler der Stiftung eine native Cardano-Implementierung für die offene Codebasis von x402 bei.
Das Protokoll für offene Zahlungen, das ursprünglich von Coinbase geschaffen wurde und mittlerweile von der Linux Foundation verwaltet wird, umfasst Komponenten für Clients, Server und Facilitator und steht für das Cardano-Mainnet sowie die Testumgebungen bereit.
Um die Nutzung dieser Schnittstelle in der Praxis zu fördern, ist für den 6. und 7. Oktober ein 36-stündiger Hackathon in Singapur angesetzt. Im Cardano-Track der Veranstaltung sind Preisgelder in Höhe von 27.500 US-Dollar für Zahlungslösungen auf Basis von KI-Agenten und x402 ausgelobt.
Flankierend dazu läuft noch bis zum 30. September die Bewerbungsphase für den SDG Blockchain Accelerator, bei dem bis zu vier Teams eine Förderung ohne Abgabe von Unternehmensanteilen erhalten sollen.
Technische Weichenstellungen und Governance-Fahrplan
Auf Protokollebene bereiten die Entwickler von Input Output Global den nächsten großen Entwicklungsschritt vor. Die erste Phase des Dijkstra-Upgrades mit dem Namen Linear Leios soll bis Ende 2026 auf dem Mainnet bereitgestellt werden und eine neue Pipeline für die Blockproduktion etablieren.
Die zweite Phase, Ouroboros Peras, wird für das zweite Quartal 2027 anvisiert. Zur Vorbereitung diente die Veröffentlichung von Cardano-Node 11.1.1 am 7. September, die eine Hydra-Schwachstelle behob und veralteten Code entfernte.
Gleichzeitig stehen innerhalb der Cardano-Gemeinschaft wichtige organisatorische Weichenstellungen bevor. Bei der Vorstandswahl der Organisation Intersect läuft die Abstimmung über zwei Sitze noch bis zum 25. September, die Bekanntgabe der Ergebnisse ist für den 28. September angekündigt. Zudem befinden sich derzeit sieben Anträge für Verfassungsänderungen in der Konsultationsphase.
Erholung festigt sich im Chartbild
Die jüngste Erholung verschafft Cardano auch aus charttechnischer Sicht wieder etwas Spielraum nach einer längeren Schwächephase.
Ob die Aufwärtsbewegung nachhaltig trägt, dürfte in den kommenden Wochen maßgeblich von den Fortschritten bei den angekündigten Pilotprojekten im Zahlungsverkehr sowie der planmäßigen Umsetzung der anstehenden Netzwerk-Updates abhängen.
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