Cardano: Der Gründer ist sauer!

Cardano steht unter Druck durch US-Gesetzesvorhaben und große Verkäufe, während das Privacy-Upgrade Midnight für Ende März angekündigt ist. Der Kurs zeigt Schwäche gegenüber dem Gesamtmarkt.

Auf einen Blick:
  • Gründer Hoskinson kritisiert US-Krypto-Gesetz scharf
  • Großinvestoren verkauften ADA im Wert von 63 Mio. Dollar
  • Privacy-Blockchain Midnight soll Ende März starten
  • Aktueller Kurs verläuft schwächer als der Kryptomarkt

Cardano muss gleichzeitig zwei Themen verdauen: In Washington spitzt sich der Streit um ein neues US-Krypto-Gesetz zu, während technisch ein großes Upgrade vor der Tür steht. Ausgerechnet in dieser Phase belasten auch größere Verkäufe im Markt den Kurs. Wie stark könnte die geplante „Midnight“-Blockchain das Bild noch im März drehen?

Hoskinson gegen den CLARITY Act

Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat den US-CLARITY Act in einem YouTube-Podcast am Montag scharf angegriffen und den Entwurf als „horrific, trash bill“ bezeichnet. Sein Kernvorwurf: Neu gestartete Token würden nach dem aktuellen Text von Beginn an wie Wertpapiere behandelt und damit unter die Aufsicht der SEC fallen. Hoskinson sieht darin zu viel Macht für die Behörde in der frühen Projektphase – und das Risiko, dass Teams in einem langen Genehmigungsprozess hängen bleiben, bevor ein späterer Wechsel in ein eher „Commodity“-ähnliches Regime möglich wäre.

Zusätzlich kritisierte er Ripple-CEO Brad Garlinghouse, der das Gesetz unterstützt. Hoskinson argumentiert, die Branche gebe der Trump-Regierung zu weit nach und solle den Entwurf in der jetzigen Form ablehnen. Zwar könnten Token wie XRP und ADA nach seiner Darstellung unter dem Gesetz womöglich eine Art „Freifahrtschein“ bekommen – dennoch schade der Rahmen aus seiner Sicht dem breiteren Kryptomarkt.

Der Gesetzentwurf hat bereits eine wichtige Hürde genommen: Im Juli 2025 passierte er das Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen. Im Senat peilt der Banking Committee nun ein „Markup“-Fenster von Mitte bis Ende März an. Auf Polymarket wurden die Chancen für eine Unterzeichnung im Jahr 2026 zuletzt mit 72% bewertet (rund 12 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche). Garlinghouse selbst bezifferte die Passage-Wahrscheinlichkeit bis Ende April auf 80–90%.

Kursdruck durch Wal-Verkäufe

Neben der Politik kommt Gegenwind aus dem Markt. Große Halter sollen in der vergangenen Woche ADA im Wert von über 63 Mio. US-Dollar verkauft haben – ausgerechnet während einer Erholung im Kryptomarkt.

ADA lag bei etwa 0,2584 US-Dollar. Das entspricht laut Quelle einem Minus von 4,80% in 24 Stunden und 8,90% in sieben Tagen. Damit lief Cardano schwächer als der globale Kryptomarkt, der im selben Zeitraum um 3,70% zulegen konnte. Bei einer umlaufenden Menge von rund 37 Mrd. ADA ergibt sich eine Marktkapitalisierung von ungefähr 9,5 Mrd. US-Dollar.

Technisch bleibt das Bild angeschlagen: Der Token handelt weiterhin unter den EMAs (20/50/100/200 Tage), was den übergeordneten Abwärtstrend unterstreicht. Nach dem Rückgang versucht ADA sich zu stabilisieren; im Chart bilden sich kleine Kerzen nahe 0,29 US-Dollar. Der Verkaufsdruck habe zwar nachgelassen, aber es fehle bislang an klarer Anschlussnachfrage.

Midnight-Start Ende März

Trotz des kurzfristigen Drucks arbeitet das Ökosystem auf einen zentralen Termin hin. Hoskinson bestätigte, dass „Midnight“ – eine Privacy-orientierte Blockchain – in der letzten Woche im März als Partner-Chain zu Cardano starten soll. Ziel: Transaktionen sollen standardmäßig privat sein, während bestimmte Daten bei Bedarf autorisierten Stellen offengelegt werden können.

Technisch setzt Midnight auf Zero-Knowledge-Proofs (ZK) für selektive Offenlegung – als eine Art „smarter Vorhang“ für Blockchain-Daten. Der Ansatz unterscheidet sich damit explizit von vollständig anonymen Netzwerken wie Monero oder Zcash: Daten können gegenüber Behörden offengelegt werden, bleiben aber für die Öffentlichkeit verborgen.

Für Aufmerksamkeit sorgt auch die Validator-Seite: Midnight soll bereits Vereinbarungen mit Google, MoneyGram, Telegram und Vodafone geschlossen haben, die als Validatoren fungieren. Der NIGHT-Token startete im Dezember 2025 und kam laut Text inzwischen auf eine Marktkapitalisierung von über 986 Mio. US-Dollar.

Weitere Upgrades und Ökosystem-Zahlen

Parallel zu Midnight wurde die Cardano-Infrastruktur weiterentwickelt. Eine intra-era Hard Fork („Protocol Version 11“) brachte im Februar gezielte Verbesserungen für Plutus sowie die Ledger-Sicherheit. Entwicklungsdaten zeigen 683 Commits über 74 Repositories; das Repo „ouroboros-consensus“ führte mit 118 Commits, was auf Arbeit am Kernmechanismus des Konsens hindeutet.

Für die langfristige Skalierung steht außerdem „Ouroboros Leios“ im Fokus, das Hoskinson als „competitively necessary“ bezeichnet. Simulationen sehen den Durchsatz bei 300 bis 1.000+ TPS, mit möglichen Spitzen bis 10.000 TPS.

Im Cross-Chain-Bereich meldet der Text für Wanchain-Transfers ein Volumen von 130 Mio. US-Dollar, das Cardano mit anderen Netzwerken verbindet. Daraus sollen Nettozuflüsse von über 80 Mio. US-Dollar nach Cardano resultiert haben.

Im DeFi-Bereich bleibt die Kennzahl allerdings niedrig: Cardanos TVL wird mit nur 137 Mio. US-Dollar angegeben. Positiv: Der Circle-gestützte Stablecoin USDCx ist auf Cardano live gegangen und soll die DeFi-Infrastruktur stärken. Zudem starteten im Februar 2026 CME-ADA-Futures, während die Spot-Nachfrage laut Text „vorsichtig“ blieb.

Zum Monatsende verdichten sich damit zwei konkrete Faktoren: Im Senat wird Mitte bis Ende März am CLARITY Act weitergearbeitet – und in der letzten März-Woche soll Midnight live gehen. Der Artikel stellt dabei klar: Eine pünktliche, reibungslose Auslieferung könnte Cardanos Nutzen untermauern und Entwickleraktivität anziehen; Verzögerungen oder technische Probleme würden das derzeit schwache Sentiment eher verlängern.

Cardano-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Cardano-Analyse vom 07. März liefert die Antwort:

Die neusten Cardano-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Cardano-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 07. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Cardano: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)