Carbios Aktie: China-Anlage erst H1 2028

Carbios verschiebt den Start seiner chinesischen PET-Recyclinganlage auf 2028. Die Aktie fällt weiter, doch die Liquidität bleibt gesichert.

Auf einen Blick:
  • Start der China-Anlage auf 2028 verschoben
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 45 Prozent
  • Technische Anpassungen am Standort nötig
  • Finanzpolster von 59 Millionen Euro vorhanden

Für Carbios läuft derzeit nicht viel nach Plan. Der französische Biotech-Spezialist für Kunststoff-Recycling verschiebt die Inbetriebnahme seiner ersten PET-Anlage in China deutlich nach hinten. Statt wie geplant 2027 soll die Fabrik in Haining nun erst in der ersten Jahreshälfte 2028 anlaufen.

Die Aktie reagiert mit einem erneuten Rücksetzer. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 45 Prozent an Wert verloren. Am Mittwoch notierte die Aktie bei 6,39 Euro – rund 60 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 15,79 Euro. Der RSI von unter 32 signalisiert überverkaufte Niveaus.

Technische Anpassungen nötig

Grund für die Verzögerung ist zusätzlicher technischer Aufwand. Carbios muss seinen enzymbasierten Prozess an die spezifischen Gegebenheiten des Standorts in der Provinz Zhejiang anpassen. Parallel dazu einigten sich Carbios und sein chinesischer Partner Wankai New Materials darauf, auch die geplante Kapitalerhöhung zu verschieben. Wankai sollte ursprünglich fünf Millionen Euro in Carbios investieren. Der Termin rückt nun vom ersten Halbjahr 2026 auf den 31. Dezember 2026.

Die Planung für die Anlage selbst läuft aber weiter. Das Projekt mit einer Jahreskapazität von 50.000 Tonnen PET-Abfall bleibt ein zentraler Baustein für die Asien-Expansion. Die Technologie des Unternehmens nutzt maßgeschneiderte Enzyme, um PET-Kunststoffe in seine Ausgangsstoffe zu zerlegen – das Ziel ist eine vollständige Kreislaufwirtschaft.

Solide Kasse, steigende Verluste

Trotz der Verzögerung ist Carbios finanziell noch gut aufgestellt. Zum Jahresende 2025 verfügte der Konzern über 59 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Das Geld soll die Betriebskosten für mindestens zwölf Monate decken. Der prognostizierte Mittelabfluss für 2026 liegt bei rund 20 Millionen Euro – etwas weniger als im Vorjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung fällt dagegen durchwachsen aus. Carbios erzielte 2025 einen Umsatz von 5,7 Millionen Euro, dem operative Kosten von 30,7 Millionen Euro gegenüberstanden. Unterm Strich stand ein Verlust von 34,3 Millionen Euro – gut elf Millionen mehr als 2024. Das Eigenkapital belief sich auf 187,6 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von 232,5 Millionen Euro.

Europas erste Anlage in Sicht

Neben dem China-Projekt arbeitet Carbios an der weltweit ersten PET-Biorecycling-Anlage in Longlaville, Frankreich. Dort entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen mit Indorama Ventures. Die Kapazität ist ebenfalls auf 50.000 Tonnen pro Jahr ausgelegt. Der Start ist für 2027 geplant.

Damit stehen zwei Großprojekte im Raum, die das Unternehmen auf eine komplett neue Ebene heben sollen. Ob die Verschiebung in China ein Einzelfall bleibt oder ob weitere Verzögerungen drohen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

Carbios-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Carbios-Analyse vom 04. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Carbios-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Carbios-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 04. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Carbios: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)