Capricor Therapeutics hat seinen mehrtägigen Auftritt auf dem Kongress der World Muscle Society im japanischen Hiroshima beendet. Im Mittelpunkt der Fachbeiträge standen neue Langzeitdaten aus der HOPE-3-Studie zum Wirkstoffkandidaten Deramiocel.
Mit den detaillierten Auswertungen über einen Zeitraum von zwei Jahren belegt das Unternehmen funktionelle Verläufe bei muskuloskelettalen sowie kardiologischen Endpunkten, um das Zulassungsverfahren bei der US-Gesundheitsbehörde FDA zu unterstützen.
Auswertungen der HOPE-3-Verlängerungsstudie
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der offenen Verlängerungsphase der Phase-3-Studie. Insgesamt 82 von 106 Studienteilnehmern erreichten in dieser Untersuchung den Meilenstein von 24 Monaten. Das Unternehmen stützte seine Auswertung auf zwei wesentliche Vergleichsansätze: eine Analyse von Patienten mit verzögertem Behandlungsbeginn sowie einen Abgleich mit dem bekannten natürlichen Verlauf der Erkrankung.
Aus den ersten Auswertungen, die am vergangenen Mittwoch zunächst als wissenschaftliches Poster präsentiert wurden, ging eine verlangsamte Verschlechterung der motorischen Fähigkeiten der oberen Gliedmaßen hervor. Am Samstag folgte ein Vortrag, der die kombinierten muskuloskelettalen und kardiologischen Resultate über den gesamten Zeitraum von 24 Monaten darlegte.
Plattformtechnologie und Zulassungsprozess
Neben dem Programm zu Deramiocel präsentierte das Unternehmen Forschungsergebnisse aus seiner Plattformentwicklung. Für Freitag war ein Beitrag zur firmeneigenen StealthX-Exosomen-Technologie angesetzt. Diese Untersuchung befasst sich mit dem Transport von saurer Alpha-Glukosidase zur Behandlung von Morbus Pompe.
Die vorgelegten Langzeitdaten zu Deramiocel reichte Capricor parallel bei der FDA ein, um das bestehende Zulassungsdossier zu ergänzen. Trotz des regulatorischen Bezugs handelt es sich bei den Veröffentlichungen um eine Aktualisierung klinischer Daten und nicht um eine neue Entscheidung der Zulassungsbehörde.
Kursentwicklung nach den Kongresstagen
Am Markt stießen die Präsentationen auf Interesse. Medienberichten zufolge verzeichnete das Papier am vergangenen Mittwoch einen Kursanstieg von 10,5 Prozent, als die Zweijahresergebnisse der HOPE-3-Studie im Rahmen der Tagung publik wurden. Anleger blickten dabei vor allem auf den verlangsamten Funktionsverlust bei den Patienten.
Am heutigen Handelstag notiert die Aktie bei 7,88 Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent entspricht. Damit hält sich der Kurs weiterhin über dem 50-Tage-Durchschnitt von 6,57 Euro.
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