Capital One greift zu und das in großem Stil. Die Amerikaner schnappen sich das Fintech-Unternehmen Brex für satte 5,15 Milliarden Dollar. Die Hälfte wird bar bezahlt, die andere Hälfte in Aktien. Der Deal soll Mitte 2026 abgeschlossen sein. Die Börse reagiert zunächst skeptisch und schickt die Aktie über 5 Prozent nach unten, bevor sie sich auf minus 1,5 Prozent erholt.
Brex ist im Geschäft mit Firmenkreditkarten und Ausgabenmanagement-Software aktiv. Kunden sind unter anderem DoorDash und Robinhood. Das Unternehmen operiert in über 120 Ländern. Für Capital One bedeutet das eine willkommene Diversifikation weg vom reinen Konsumentengeschäft. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine kluge Strategie.
Die Quartalszahlen von Capital One können sich dabei durchaus sehen lassen. Die Zinseinnahmen schossen um 54 Prozent auf 12,47 Milliarden Dollar nach oben. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf 2,06 Milliarden Dollar oder 3,26 Dollar je Aktie.
Trump und die Zinsobergrenze
Doch es gibt einen Schatten über dem Geschäft. Präsident Trump fordert eine Obergrenze von 10 Prozent für Kreditkartenzinsen. Capital One CEO Richard Fairbank findet deutliche Worte dafür. Eine solche Obergrenze würde unbeabsichtigte Konsequenzen nach sich ziehen. Weniger verfügbarer Kredit bedeute deutlich geringere Konsumausgaben und würde wahrscheinlich eine Rezession auslösen.
Fairbank hat nicht ganz Unrecht mit seiner Sorge. Capital One ist unter den großen US-Banken besonders stark vom Kreditkartengeschäft abhängig. Eine Zinsobergrenze würde das Geschäftsmodell empfindlich treffen. Die Bank of America denkt bereits über neue Kreditkarten mit 10 Prozent Zinsen nach, um Trumps Forderungen zu erfüllen.
Die Brex-Übernahme kommt also zur rechten Zeit. Sie gibt Capital One mehr Spielraum und macht die Bank breiter aufgestellt. Ob das ausreicht, um die politischen Risiken auszugleichen, muss sich erst noch zeigen. Der Markt bleibt vorerst vorsichtig.
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