Canopy Growth Aktie: Bruttomarge auf 31 Prozent gestiegen

Canopy Growth steigert Umsatz um 13 Prozent und senkt Verluste. Erholung in allen Segmenten, Profitabilität als klares Ziel für 2027.

Auf einen Blick:
  • Umsatzplus von 13 Prozent erreicht
  • Erstmals Wachstum in allen Segmenten
  • Bruttomarge steigt auf 31 Prozent
  • EBITDA-Verlust auf Rekordtief gesenkt

Nach einer Phase des intensiven Umbaus meldet der kanadische Cannabis-Konzern Canopy Growth deutliche operative Fortschritte. Wie das Unternehmen im Rahmen der Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 bekannt gab, konnte der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 81,2 Millionen CAD gesteigert werden.

Besonders bemerkenswert ist dabei die Breite der Erholung: CEO Luc Mongeau betonte am vergangenen Dienstag auf der Canaccord Genuity Growth Conference, dass es das erste Quartal unter seiner Führung sei, in dem jedes einzelne Geschäftssegment ein Wachstum im Jahresvergleich verzeichnete.

Breite Erholung in allen Geschäftssegmenten

Der Aufwärtstrend erstreckt sich über die wichtigsten Kernmärkte des Unternehmens. In Kanada stiegen die Umsätze im Freizeitsegment um 10 Prozent, während der Bereich der medizinischen Anwendungen sogar ein Plus von 22 Prozent verbuchen konnte. Auch das internationale Geschäft lieferte positive Impulse.

Insbesondere der europäische Markt erwies sich als Wachstumstreiber mit einem Zuwachs von 10 Prozent. Medienberichten zufolge liegt die aktuelle jährliche Run-Rate in Europa bei rund 40 Millionen CAD. Langfristig strebt das Management hier ein Volumen zwischen 100 Millionen und 150 Millionen CAD an.

Zusätzlich profitiert Canopy Growth von der Entwicklung bei der Tochtermarke Storz & Bickel. Der Umsatz in diesem Segment stieg sequenziell deutlich an, was unter anderem auf die erste volle Verkaufsphase des neuen Vaporizers VEAZY zurückzuführen ist. Diese operative Dynamik schlägt sich auch in den Ergebnissen pro Aktie nieder.

Mit einem Verlust von 0,02 US-Dollar je Aktie übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld mit einem Minus von 0,04 US-Dollar gerechnet hatten.

Effizienzsteigerung und Margenausbau

Parallel zum Umsatzwachstum zeigt die strikte Kostendisziplin Wirkung. Canopy Growth konnte die Kostenbasis um mehr als 30 Millionen CAD senken. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Bruttomarge auf 31 Prozent kletterte – ein Anstieg um 600 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust verringerte sich auf 3 Millionen CAD, was den bisher geringsten Verlust in der Unternehmensgeschichte markiert.

An der Börse wird die Stabilisierung des Geschäftsmodells aufmerksam verfolgt. Am Montag schloss das Papier bei 0,8702 Euro. Damit notiert die Aktie derzeit 4,1 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt, was auf eine kurzfristige Bodenbildung hindeutet. Dennoch bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch mit einem Minus von 56 Prozent signifikant, was die Herausforderungen der vergangenen zwölf Monate widerspiegelt.

Fokus auf Profitabilitätsziel für 2027

Für die kommenden Monate setzt die Unternehmensführung auf eine Fortsetzung des Sparkurses und die Integration neuer Geschäftsbereiche. So bereitet das Unternehmen derzeit den Abschluss der Übernahme von MTL Cannabis vor.

CFO Tom Stewart gab sich hinsichtlich der weiteren Entwicklung zuversichtlich und erklärte, dass man aufgrund der angepassten Kostenstruktur und des erwarteten Wachstums in den Kernbereichen das Ziel eines positiven bereinigten EBITDA im Laufe des Geschäftsjahres 2027 erreichen könne.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 6. November, wenn Canopy Growth die nächsten Quartalszahlen vorlegen wird. Bis dahin bleibt die Frage zentral, ob das Unternehmen das Momentum im europäischen Markt beibehalten und die Profitabilitätsschwelle wie geplant erreichen kann. Trotz der operativen Fortschritte weist der Wert seit Jahresbeginn noch ein Minus von 16 Prozent auf, was die anhaltende Volatilität im Sektor unterstreicht.

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