Canopy Growth geht in die zweite Maihälfte mit einem klaren Fokus der Anleger: die nächsten Quartalszahlen. Der kanadische Cannabisproduzent will Ende des Monats über das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 berichten. Für die Aktie dürfte damit weniger die alte Story zählen als die Frage, ob sich der Trend bei Umsatz und Verlust weiter verbessert.
Umsatz soll anziehen
Analysten rechnen für das Schlussquartal mit einem Umsatz von rund 74,3 Millionen CAD. Das wäre mehr als im Vorjahreszeitraum, als Canopy Growth 65,0 Millionen CAD erlöst hatte. Beim Ergebnis je Aktie liegt die Konsensschätzung bei minus 0,102 CAD. Vor einem Jahr stand noch ein Verlust von 1,430 CAD je Aktie in den Büchern.
Auch auf Jahressicht erwarten Marktbeobachter eine etwas festere Linie. Für das Geschäftsjahr 2026 stehen derzeit Erlöse von 286,0 Millionen CAD und ein Verlust je Aktie von 0,459 CAD im Modell. Der Konzern hatte im dritten Quartal bereits 75 Millionen CAD Umsatz gemeldet und den bereinigten EBITDA-Verlust auf 3 Millionen CAD eingegrenzt. Das war das dritte Quartal in Folge mit einer Verbesserung beim bereinigten EBITDA.
Operativ besser, aber der Druck bleibt
Canopy Growth profitiert im Heimatmarkt von Wachstum in den kanadischen Sparten. Im zuletzt berichteten Quartal legte der Adult-Use-Bereich um 8 Prozent zu, das medizinische Geschäft um 15 Prozent. Das zeigt, dass der Konzern operativ nicht stillsteht. Der Markt ist aber weiterhin schwierig. Preisdruck und gesättigte Nachfrage belasten die Branche seit längerem.
Genau dort liegt das Kernproblem. Canopy Growth arbeitet weiter an dem Ziel, im Geschäftsjahr 2027 ein positives bereinigtes EBITDA zu erreichen. Ob der Weg dorthin trägt, hängt auch davon ab, wie schnell sich die Kostenseite stabilisiert.
Bewertung bleibt umstritten
Die Aktie bleibt für viele Marktteilnehmer ein schwieriger Fall. An der Toronto Stock Exchange liegt die Marktkapitalisierung bei rund 669,13 Millionen CAD. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten beträgt 2,38 CAD. Zwischen Bewertung und operativer Realität klafft damit noch eine spürbare Lücke.
Hinzu kommt der Branchentakt. In den USA laufen weiter politische Debatten über eine mögliche Neubewertung von Cannabis auf Bundesebene, während einzelne Bundesstaaten den medizinischen Einsatz ausweiten. Für Canopy Growth dürfte der nächste Bericht deshalb vor allem zeigen, ob die jüngste operative Verbesserung mehr ist als ein Zwischenschritt. Ende Mai wird sich daran einiges festmachen.
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