Canopy Growth kommt auch im Mai nicht aus dem Abwärtsstrudel heraus. Die Aktie hat in diesem Monat bereits mehr als 12 Prozent verloren. Im Mittelpunkt steht dabei derselbe Konflikt wie schon länger: Die Zahlen bleiben schwach, während sich das regulatorische Umfeld für Cannabis zwar aufhellt, aber noch keine schnelle Wende bringt.
Verluste bleiben hoch
Im jüngsten Quartal setzte Canopy Growth 54,5 Millionen kanadische Dollar um. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 45,8 Millionen kanadischen Dollar. Das zeigt, wie weit der Konzern noch von nachhaltiger Profitabilität entfernt ist.
Belastend wirkt auch die Kapitalallokation. Die Übernahme von MTL Cannabis für 125 Millionen kanadische Dollar hat die Stimmung nicht gedreht. MTL steuerte im Quartal zwar rund 15 bis 19 Millionen kanadische Dollar zum Umsatz bei, der maximale Quartalsgewinn lag aber nur bei 1 Million kanadischer Dollar. Für den Gesamtverbund ist das zu wenig, um den negativen Ertragstrend spürbar zu brechen.
Hoffnung auf Steuerentlastung
Ein Lichtblick kommt aus den USA. Dort hat die Regierung den Prozess zur Neueinstufung von medizinischem Cannabis von Schedule I auf Schedule III angestoßen. Für lizenzierte Anbieter wäre das vor allem steuerlich relevant, weil die Last aus Section 280E des IRS wegfiele.
Der Schritt würde auch Forschung erleichtern. Am grundsätzlichen Bundesverbot ändert er allerdings nichts. Genau dieser Punkt bremst die Fantasie im Markt aus, denn die rechtliche Lage bleibt fragmentiert und für kanadische Anbieter mit US-Ambitionen kompliziert.
Analysten bleiben vorsichtig
Zacks Investment Research hält trotz der Schwäche am Rating „Hold“ fest. Das ist kein Vertrauensvotum, eher eine Zwischenposition: Die Bewertung ist bereits angeschlagen, aber ein klarer Katalysator für eine Neubewertung fehlt noch.
Immerhin fällt die Bilanz im Branchenvergleich weniger negativ aus als bei vielen Wettbewerbern. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie rund 6 Prozent im Minus, während die Branche im Schnitt etwa 23 Prozent verloren hat. Das ändert aber nichts am Kernproblem: Canopy Growth muss liefern, und zwar operativ.
Am 29. Juni steht eine Anhörung an, bei der die bundesweiten Cannabis-Beschränkungen weiter geprüft werden sollen. Parallel dazu bleibt für Anleger entscheidend, ob der Konzern auf dem Weg zum positiven bereinigten EBITDA im Geschäftsjahr 2027 tatsächlich Fortschritte zeigt.
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