Canadian Solar hat im vierten Quartal 2025 einen Verlust von 1,66 Dollar je Aktie verbucht und damit die Markterwartungen um 1,28 Dollar verfehlt. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar und blieb damit 150 Millionen Dollar hinter den Prognosen zurück. Die Auslieferungen von Solarmodulen gingen um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück.
Die Entwicklung der vergangenen Monate zeigt ein Unternehmen im Umbruch. Während das Geschäft mit Solarmodulen unter Druck steht, setzt Canadian Solar verstärkt auf den Ausbau seiner US-Fertigung und das wachsende Geschäft mit Energiespeichersystemen. Der Auftragsbestand für Speicherlösungen erreichte zum 13. März 2026 einen Rekordwert von 3,6 Milliarden Dollar.
Margen brechen deutlich ein
Besonders auffällig ist der Rückgang der Bruttomarge, die im vierten Quartal auf 10,2 Prozent fiel. Im dritten Quartal 2025 hatte sie noch bei 17,2 Prozent gelegen, im Vorjahresquartal bei 14,3 Prozent. Das Unternehmen führt diesen Einbruch auf Wertberichtigungen bei bestimmten Projektanlagen zurück. Auch verzögerte Projektverkäufe belasteten die Profitabilität.
Der Bruttogewinn halbierte sich nahezu von 256 Millionen Dollar im dritten Quartal auf 124 Millionen Dollar. Die Modulauslieferungen sanken im Quartalsvergleich um 16 Prozent auf 4,3 Gigawatt. CEO Shawn Qu betonte in der Mitteilung, das Unternehmen habe bewusst den Fokus von reinem Volumenwachstum auf Margen und Diversifizierung verlagert.
Canadian Solar Inc. Aktie Chart
US-Fertigung als strategischer Schwerpunkt
Canadian Solar treibt den Aufbau seiner Produktionskapazitäten in den USA voran. Die Modulfabrik in Mesquite, Texas, ist vollständig hochgefahren und soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 auf eine Kapazität von 10 Gigawatt erweitert werden. Parallel dazu nimmt die Zellfabrik in Jeffersonville, Indiana, Gestalt an. Die erste Produktionsphase mit 2,1 Gigawatt Kapazität soll im April 2026 anlaufen, die vollständige Hochfahrung ist für Ende Juni geplant.
Für das erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit Umsätzen zwischen 900 Millionen und 1,1 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 13 bis 15 Prozent. Die Modulauslieferungen dürften auf 2,2 bis 2,4 Gigawatt zurückgehen. CFO Xinbo Zhu verwies auf ein schwieriges Marktumfeld mit volatilen Inputkosten und politischer Unsicherheit in wichtigen Märkten.
Wie sich die strategische Neuausrichtung auf die Profitabilität auswirken wird, bleibt eine offene Frage. Das Unternehmen bezeichnet 2026 als Übergangsjahr, in dem die US-Fertigung hochgefahren und die langfristigen Ertragsquellen diversifiziert werden sollen. Anleger dürften genau beobachten, ob die angekündigte Margenerholung tatsächlich eintritt.
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