Davide Campari-Milano ist eines der bekanntesten Getränkeunternehmen Europas – mit Marken wie Aperol, Campari, Espolòn oder Wild Turkey. Trotz schwieriger Branchentrends zeigt der Konzern Widerstandskraft. Die Aktie hat in einem schwachen Marktumfeld binnen der letzten 6 Monate rund 25% zugelegt – nicht zuletzt dank eines klaren Strategiepfads und wachsender US-Dynamik.
Aperitifs laufen – Cognac schwächelt
Im ersten Halbjahr 2025 blieben Umsatz und operativer Gewinn relativ stabil. Der Nettogewinn fiel leicht auf 206 Millionen EUR, vor allem wegen gestiegener Zinskosten. Während das Aperitif-Geschäft (Aperol, Campari) um 2% zulegte, litten Cognac, Champagner und Vodka unter zurückhaltender Nachfrage. Die Umsätze in Deutschland und Italien entwickelten sich schwächer – aber: Der Juni war der bislang stärkste Monat des Jahres. Erste Anzeichen für eine Belebung zum Start der Hochsaison sind sichtbar.
USA treibt Wachstum – Espolòn auf dem Vormarsch
Im Gegensatz zum europäischen Markt glänzt Campari in den USA: Der Tequila Espolòn legte im zweiten Quartal um 11% zu, das Aperitif-Segment um 10%. Auch international macht das Unternehmen Fortschritte: In Nordamerika, Lateinamerika und Teilen Asiens steigen die Marktanteile, unterstützt von gezieltem Marketing und starker Markenwahrnehmung.
Weniger Zukäufe, mehr Fokus
Strategisch vollzieht Campari einen klaren Kurswechsel: Statt großer Übernahmen will man sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Dazu gehört auch der Verkauf der Spumante- und Vermouth-Sparte, die jährlich rund 75 Millionen EUR Umsatz beigesteuert hatte. Gleichzeitig soll die Verschuldung um 100 Millionen EUR sinken. Auch die Investitionen wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgefahren.
Davide Campari-Milano N.V. Aktie Chart
Marge im Blick – trotz Zöllen und Zinsschock
Die operative Marge zeigt erste Verbesserungen – unterstützt durch Kostendisziplin und Preiserhöhungen. Zwar belasten US-Zölle weiterhin das Ergebnis, doch Campari rechnet mit einem maximalen EBIT-Effekt von 25 Millionen EUR – deutlich weniger als befürchtet. Das Unternehmen bleibt zudem flexibel in der Preisgestaltung und optimiert Lagerbestände gezielt.
Bewertung über Branchenschnitt – und das mit Recht?
Obwohl Campari nicht auf den großen Börsen-Boomzug aufgesprungen ist, bewerten Analysten die Aktie weiterhin positiv. Mit einem geschätzten Gewinn von rund 387 Millionen EUR und einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,5 wird Potenzial gesehen – auch wegen des angekündigten Strategie-Tages im November. Eine höhere Marge, stabilere Umsatzbasis und mehr Transparenz könnten den Kurs weiter beflügeln.
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