Cameco Aktie: 57,4 Prozent an Cigar Lake bis Q3 2026

Cameco sichert sich weitere fünf Prozent am Cigar Lake Joint Venture und baut seine Führungsposition im Uranmarkt aus.

Auf einen Blick:
  • Aufstockung der Beteiligung auf 57,4 Prozent
  • Cigar Lake zählt zu den wertvollsten Uranvorkommen
  • Starke Nachfrage durch KI-Rechenzentren und Angebotslücke
  • Quartalsgewinn übertrifft Analystenerwartungen

Cameco baut seine starke Position im Uranmarkt weiter aus. Der Bergbaukonzern aus Kanada kauft von TEPCO Resources einen zusätzlichen Anteil am Cigar Lake Joint Venture. Konkret übernimmt Cameco fünf Prozent. Nach Abschluss der Transaktion im dritten Quartal 2026 steigt die Beteiligung auf knapp 57,4 Prozent.

Damit sichert sich der Konzern ein größeres Stück einer der hochwertigsten Uranminen der Welt. Cigar Lake hält Reserven von rund 172,4 Millionen Pfund U3O8. Die Förderung soll bis mindestens 2036 laufen. Für 2026 rechnet das Management mit einer Produktion zwischen 17,5 und 18 Millionen Pfund – auf 100-Prozent-Basis gerechnet.

Marktumfeld begünstigt die Minenbetreiber

Die Aktie notierte zuletzt bei 85,26 Euro. Die vergangenen Wochen brachten Bewegung: Auf Sieben-Tage-Sicht gab das Papier 4,6 Prozent nach. Über 30 Tage sind es sogar minus 13,5 Prozent. Der RSI liegt mit 51,4 Punkten im neutralen Bereich.

Analysten zeigen sich trotz der jüngsten Kursverluste mehrheitlich optimistisch. Der Konsens lautet „Moderate Buy“, die durchschnittlichen Kursziele reichen bis 148,62 Dollar. Kritiker verweisen auf eine Bewertung, die über bestimmten historischen Kennziffern liege.

Die fundamentalen Aussichten bleiben günstig. Drei große Trends stützen die Branche: Eine strukturelle Angebotslücke bei Uran, die US-Importbeschränkungen für russisches Uran und der wachsende Strombedarf durch KI-Rechenzentren. Diese Nachfrage treibt das Interesse an Kernkraft als verlässlicher Energiequelle.

Solide Quartalszahlen, aber Kosten unter Beobachtung

Der jüngste Quartalsbericht übertraf die Erwartungen. Cameco erzielte einen Gewinn je Aktie von 34 Cent – fünf Cent mehr als von Analysten prognostiziert. Der Umsatz stieg auf 607,5 Millionen Dollar, ein Plus von 7,1 Prozent zum Vorjahr.

Trotz dieser Zahlen achten Anleger genau auf die Kostenentwicklung. Die Umstellungen in den Lieferketten belasten die Margen spürbar. Die institutionelle Beteiligung liegt mit rund 70 Prozent weiterhin auf hohem Niveau.

Ein Blick in die Athabasca-Region zeigt die Intensität der dortigen Exploration: 42 aktive Bohranlagen und geschätzte Jahresausgaben von 385 Millionen Dollar unterstreichen den Stellenwert dieses Gebiets für Camecos Kernoperationen. Kurz gesagt: Der Konzern rüstet auf – und die Nachfrageentwicklung spielt ihm in die Karten.

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