Die Aktie von Cadeler dürfte nach der Vorlage der Jahreszahlen im Fokus der Anleger stehen. Das norwegische Unternehmen, das sich auf die Installation und Wartung von Offshore-Windanlagen spezialisiert hat, legte für 2025 beeindruckende Zahlen vor. Der Umsatz schnellte um 149 Prozent auf 620 Millionen Euro in die Höhe, während der Gewinn von 65 auf 280 Millionen Euro kletterte. Als Haupttreiber nennt Cadeler die Verdopplung der operativen Flotte von fünf auf zehn Installationsschiffe.
CEO Mikkel Gleerup bezeichnete 2025 als „entscheidendes Jahr“ für das Unternehmen. Die Expansion sei planmäßig verlaufen, alle Neubauten seien im Budget und termingerecht oder sogar früher ausgeliefert worden. Besonders bemerkenswert erscheint, dass Cadeler trotz der rasanten Flottenvergrößerung eine hohe Auslastung der Schiffe aufrechterhalten konnte. Das EBITDA stieg von 126 auf 425 Millionen Euro.
Auftragsbestand klettert auf Rekordniveau
Der Auftragsbestand von Cadeler wuchs bis zum 24. März 2026 auf 2,8 Milliarden Euro an, verglichen mit 2,3 Milliarden Euro zum Jahresende 2024. Diese Zahl beinhaltet sämtliche vertraglichen Optionen und signalisiert eine starke Nachfrage nach den Dienstleistungen des Unternehmens. Das Auftragsbuch für 2026 sei bereits weitgehend gefüllt, teilte Cadeler mit.
Ein strategischer Schritt war die Gründung von Nexra, einer Plattform für Wartungs- und Servicedienstleistungen im Offshore-Wind-Bereich. Dieser Geschäftsbereich trug 2025 bereits etwa ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei. Mit dem Erwerb des Schiffes Wind Keeper im Juli 2025 verstärkte Cadeler seine Präsenz in diesem wachsenden Marktsegment. Das Schiff wurde nach umfangreichen Modernisierungen direkt für einen langfristigen Vertrag von bis zu fünfeinhalb Jahren eingesetzt.
Cadeler A/S Aktie Chart
Ambitionierte Prognose für das laufende Jahr
Für 2026 peilt Cadeler einen Umsatz zwischen 845 und 944 Millionen Euro an, während das EBITDA in einer Spanne von 420 bis 510 Millionen Euro erwartet wird. Diese Prognose basiert auf der erweiterten Flottenkapazität und der starken Vertragslage. Die Bilanz zeigt sich solide: Die Bilanzsumme stieg um 76 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, getrieben durch Investitionen in neue Schiffe. Das Eigenkapital wuchs von 1,2 auf 1,5 Milliarden Euro.
Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich das regulatorische Umfeld und die Auftragsvergabe in der Offshore-Wind-Branche entwickeln werden. Cadeler verweist zwar auf verstärkte Koordination europäischer Regierungen und klarere Ausschreibungspläne, doch die Branche bleibt anfällig für politische Verschiebungen. Die verfügbare Liquidität von 343 Millionen Euro zum Jahresende verschafft dem Unternehmen jedenfalls Spielraum für weitere Investitionen. Anleger dürften nun genau beobachten, wie sich die Auslastung der deutlich größeren Flotte in den kommenden Quartalen entwickelt.
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