Neue Köpfe im Aufsichtsrat und eine bestätigte Dividende. Eigentlich sollte die Hauptversammlung von BYD Electronic Ruhe bringen. Im Gegenteil. Die Aktie stürzt ab und nähert sich gefährlich ihrem Jahrestief.
Frischer Wind im Aufsichtsrat
Der Konzern formiert seine Führungsebene neu. Auf der Hauptversammlung verabschiedete das Management zwei unabhängige Direktoren. Ihre Nachfolger bringen frische Expertise mit. Rong Xiu-li verstärkt das Gremium mit Erfahrung aus der Telekommunikation. Professor Cao Yu-shan übernimmt als Buchhaltungsexperte den Prüfungsausschuss.
Die personelle Neuausrichtung soll die Führungsstruktur stärken. Das ist bei einem gewaltigen Jahresumsatz von rund 179 Milliarden Renminbi auch nötig. Parallel dazu segneten die Aktionäre die Schlussdividende für 2025 ab. Sie liegt bei 0,156 Renminbi je Anteilsschein.
Massiver Verkaufsdruck
An der Börse verpuffen diese Nachrichten völlig. Die Aktie stand die gesamte Woche unter massivem Verkaufsdruck. Am Freitag schlossen die Papiere bei 2,72 Euro. Auf Wochensicht verlor der Titel damit satte 11,45 Prozent.
Dieser Absturz drückt den Kurs extrem weit nach unten. Das Jahrestief von 2,68 Euro ist nur noch 1,57 Prozent entfernt. Auch auf lange Sicht sieht das Bild düster aus. Seit Jahresbeginn brach der Wert um fast 30 Prozent ein.
Technisch ist der Abwärtstrend intakt. Der Kurs notiert gut zehn Prozent unter der 50-Tage-Linie. Der RSI-Indikator steht bei 34,1. Das signalisiert einen fast überverkauften Zustand. Analysten sehen den fairen Wert der Aktie in einer sehr breiten Spanne. Einige Experten halten das aktuelle Niveau historisch betrachtet sogar noch für teuer.
Blick auf den Mutterkonzern
Die weitere Entwicklung hängt stark vom Mutterkonzern ab. Am 17. Juni präsentiert BYD den neuen Tang EV. Für das Modell liegen bereits über 100.000 Vorbestellungen vor. Die internationale Expansion und aggressive Preispolitik der Muttergesellschaft werden auch die Stimmung bei der Elektronik-Tochter maßgeblich bestimmen.
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