BYD-Aktie: Ein Plus von 500.000!

BYD steigert den Auslandsanteil auf 53 Prozent und plant bis zu vier europäische Werke, während die Aktie die 10-Euro-Hürde noch nicht nimmt.

Auf einen Blick:
  • Aktie legt binnen fünf Tagen 4,11 Prozent zu
  • BYD überholt Tesla bei Europas Verkäufen
  • Bis zu vier europäische Werke vorgesehen
  • Auslandsabsatz soll 1,9 bis 2 Millionen erreichen

Eine deutliche Erholung schaffte gestern die Aktie von BYD aus China. Ein Plus von 3,4 % brachte das Papier auf 9,07 Euro. Die Aktie ist damit in den zurückliegenden fünf Tagen vor dem Ende dieser Woche immerhin um 4,11 % nach oben geklettert.

Noch ist der Durchbruch nach oben natürlich nicht ganz gelungen. Die Aktie müsste auf über 10 Euro klettern, um hier auch die Chartanalysten zu überzeugen. Aber der tiefe Absturz der vergangenen Wochen ist jetzt erst einmal abgewendet worden.

BYD mit guten Zahlen im Ausland

Die Notierungen sind derzeit allerdings weitgehend ohne konkreten Anlass wieder nach oben gelaufen. Ganz grundsätzlich fragen sich Investoren sicherlich, warum die Aktie derart schwach ist. Neue Nachrichten waren in den vergangenen Tagen immer wieder zu vernehmen, fanden im Kurs allerdings kaum Rückhalt.

So war jüngst bekannt geworden, dass BYD bei den Absatzzahlen Tesla in Europa überholt hat. Zudem gibt es neue Werkspläne in Europa. Hier werden insgesamt bis zu vier Werke geplant. Dies würde bedeuten, dass BYD einen größeren Teil seiner Fahrzeuge direkt in Europa produzieren und damit die Belastung durch EU-Zölle reduzieren könnte.

Dies hätte eine besondere Bedeutung, weil BYD inzwischen einen immer größeren Teil seiner Fahrzeuge im Ausland absetzt. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres war der Auslandsanteil am Automobilabsatz auf 53 % gestiegen. Im August wurden noch einmal 89.000 Fahrzeuge im Ausland abgesetzt.

Dies hat einen besonderen Vorteil: BYD verdient im Ausland mehr Geld pro abgesetztem Fahrzeug. Die Margen sind dort höher. Insofern ist die Aussicht auf den Aufbau weiterer Fabriken in Europa für das Unternehmen positiv zu bewerten.

Noch bleibt der schwache chinesische Markt sicherlich ein Bremsklotz. Dennoch ist BYD bei der Internationalisierung deutlich auf dem Weg nach oben. Das zeigt auch die Zahl der Fahrzeuge, die im laufenden Jahr im Ausland abgesetzt werden sollen. BYD rechnet mit 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeugen. Das wären ungefähr 400.000 bis 500.000 mehr als ursprünglich geplant.

BYD Aktie Chart

Analysten sind der Meinung, dass die Aktie unter anderem deshalb deutlich mehr wert sein könnte. Die Kursziele liegen im Durchschnitt mehr als 40 % über dem aktuellen Kurs.

Damit bleibt die Ausgangslage bemerkenswert: An der Börse hat BYD den starken Rückgang der vergangenen Wochen noch nicht vollständig überwunden. Operativ schreitet die internationale Expansion dagegen weiter voran. Die Marke von 10 Euro bleibt nun aus charttechnischer Sicht eine der entscheidenden Hürden.

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