Nach ihrem Kurssprung zum Wochenbeginn beginnt der Zuwachs bei der Aktie von BYD bereits wieder zu bröckeln. Angesichts eines Großauftrags von 100.000 Fahrzeugen für das Werk in Brasilien waren die Papiere des chinesischen Autobauers am Montag um gut acht Prozent auf 11,67 Euro gestiegen. Am Mittwoch zum Handelsschluss in Frankfurt waren davon bei der BYD-Aktie noch 11,10 Euro übriggeblieben. Eine auf den ersten Blick gute Nachricht aus Deutschland sorgte offensichtlich nicht für einen nachhaltigen Schub.
BYD Dolphin Surf in Deutschland in der Top 10
Denn voller Stolz meldete das chinesische Unternehmen am Montag, dass sich der BYD Dolphin Surf mit mehr als 2.000 Neuzulassungen im Januar und Februar an die Spitze der Verkaufscharts für Kleinstwagen in Deutschland gesetzt habe. Darüber hinaus unterstreiche der City-Stromer im Februar, dass er sich im deutschen E-Auto-Segment etabliert habe: „Er schaffte erstmals den Sprung in die Top Ten der Neuzulassungen für alle Elektrofahrzeuge – mit 1220 Einheiten sicherte sich der Dolphin Surf demnach Platz zehn. Zweifellos ein Grund für die guten Zahlen:
- Der Einstiegspreis für das kleine E-Auto liege bei 22.990 Euro, bis zum 31. März 2026 gewähre BYD zudem einen eigenen E-Bonus
- In Kombination mit der maximalen staatlichen Förderung sei der Wagen bereits ab 12.990 Euro erhältlich, so die Mitteilung
Eigenzulassungen bei BYD verzerren Statistik
Nicht nur wegen der enormen Rabatte muss der mutmaßliche Erfolg mit Vorsicht genossen werden: BYD hatte im September 2025 laut kfz-betrieb.de mit 73,9 Prozent (!) den mit Abstand höchsten Anteil an Eigenzulassungen auf dem deutschen Automarkt. Dass sich an dieser Praxis viel geändert hat, davon ist nicht auszugehen. Der derzeit hohe Anteil an Eigenzulassungen und Vermietungsgeschäft ist laut BYD-Deutschland-Chef Lars Bialkowski „eine bewusste Entscheidung“, wie er noch im Februar gegenüber dem Handelsblatt einräumte. Der Anteil der „echten“ Verkäufe werde in den nächsten Monaten ansteigen. Na dann.
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