Die Aktie von BYD war einigermaßen erfolgreich ins neue Börsenjahr gestartet. Den Freitag beendeten die Papiere des chinesischen Batterie- und Fahrzeug-Herstellers bei 10,90 Euro und damit knapp zwei Prozent im Plus. Doch bereits am Montag kommt der nächste Rücksetzer. In den ersten Handelsstunden rutschte die BYD-Aktie in Frankfurt um gut drei Prozent auf aktuell noch 10,57 Euro. Und trotz positiver Schlagzeilen aus den vergangenen Tagen: Beim so ambitionierten Autobauer wird nichts besser.
BYD vor Tesla – und dennoch tief in der Krise
Sicherlich: BYD setzte 2025 knapp 2,3 Millionen reine Elektrofahrzeuge ab, wie das Unternehmen laut Ecoreporter am Donnerstag in einer Mitteilung erklärte. Bei Tesla wird demnach für das Gesamtjahr ein Absatz von etwa 1,7 Millionen Wagen erwartet. Damit hat BYD den US-Rivalen bei den BEV-Verkäufen im vergangenen Jahr deutlich geschlagen. Doch dies ist vor allem auf die Erfolge im ersten Halbjahr zurückzuführen. Im Dezember hingegen folgte der nächste Rückschlag.
- BYD hatte laut Der Aktionär im vergangenen Monat insgesamt 420.398 Fahrzeuge abgesetzt
- Das entspricht demnach einem Rückgang um 18,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
Dem Bericht zufolge war dies bereits der vierte Monat in Folge mit sinkenden Absatzzahlen im Jahresvergleich. Auch gegenüber November seien die Auslieferungen um 12,5 Prozent zurückgegangen, wobei sich vor allem der Rückgang bei Plug-in-Hybriden bemerkbar gemacht habe. „Deren Verkäufe sanken im Dezember um 25,7 Prozent“, heißt es.
BYD schönt Zulassungszahlen im Ausland
Dennoch habe der chinesische E-Autoriese sein Jahresziel erreicht, vor allem das wichtige Auslandsgeschäft wachse rasant, schreibt der Aktionär. Doch beide Aussagen bedürfen einer Korrektur: So hatte BYD das ursprüngliche Absatzziel von 5,5 Millionen Autos im September auf 4,6 Millionen gekürzt. Die vermeintlichen Erfolge im Ausland hingegen wurden nicht zuletzt durch massive Eigenzulassungen erreicht. In Deutschland etwa lagen diese im September 2025 bei mehr als 70 Prozent.
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