BYD-Aktie: Wieder fatal – das passiert jetzt!

Der Nettogewinn stieg im zweiten Quartal um etwa 30 Prozent; höhere Exportziele treffen auf einen anhaltenden charttechnischen Abwärtstrend.

Auf einen Blick:
  • Aktienkurs fiel auf 8,94 Euro
  • Nettogewinn im zweiten Quartal rund 30 Prozent höher
  • Exportziel für dieses Jahr auf 1,9 bis 2 Millionen erhöht
  • Analystenkursziele bleiben weitgehend unverändert

Sehr schwach steht es derzeit wieder um die Aktie von BYD. Am gestrigen Mittwoch ging es erneut um gut 2 % abwärts. Die Kurse erreichten nur noch 8,94 Euro. Das bedeutet, dass auch die für Charttechniker wichtige Marke von 9 Euro nach unten durchkreuzt ist.

Damit ist die Aktie in den vergangenen vier Wochen wieder in schwacher Verfassung. Um 10,25 % ging es bergab. Gestern war zu sehen, dass die Märkte kurzzeitig probierten, über 9 Euro zu klettern. Die Aktie kam im Top auf ungefähr 9,06 Euro, allerdings ging es dann wieder massiv nach unten.

Aktuell wird daran gezweifelt, dass BYD tatsächlich die wirtschaftlichen Ergebnisse so weit nach oben treiben kann, dass auch wirklich der nächste Aufwärtstrend realisiert werden kann.

Allerdings konnte BYD zuletzt 2.000 Schnellladestationen für China verkünden, was eine recht gute Nachricht ist. Zudem konnte BYD vermelden, dass inzwischen wieder die Margen klettern. Das ist seit einigen Wochen bekannt, wird an den Börsen aber kaum berücksichtigt.

Der Nettogewinn im zweiten Quartal ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 % geklettert. Über das gesamte Halbjahr hinweg betrachtet fällt dies zwar noch nicht so stark ins Gewicht, dass das Gesamtergebnis deutlich besser geworden wäre. Allerdings ist BYD jetzt wieder auf einem deutlich besseren Weg als noch im ersten Quartal.

Dabei dürfte es sich im zweiten Quartal nicht nur um eine kurze Erholung gehandelt haben. Auch im dritten und vierten Quartal werden positive Ergebnisse und Wachstumsraten erwartet.

Warum?

Die Exporte von BYD funktionieren blendend. Das Unternehmen konnte im August fast 191.000 Fahrzeuge im Ausland absetzen und damit auch die Erwartungen für das Gesamtjahr auf 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge im Export nach oben schrauben. Im nächsten Jahr könnten es sogar bis zu 2,5 Millionen Fahrzeuge werden.

Zum Vergleich: Zum Jahresanfang hatte BYD 1,3 Millionen Fahrzeuge für den Export als Ziel ausgegeben.

Exportfahrzeuge sind vor allem deshalb interessant, weil die Margen im Ausland höher sind als im Inland und insofern auch die Schwäche im chinesischen Binnenmarkt damit aufgefangen wird.

Genau das sehen weiterhin die Analysten. Ihre Kursziele haben sich kaum verändert. Es werden immer noch weitgehend Steigerungen bis auf 14 Euro erwartet.

BYD Aktie Chart

BYD ist allerdings charttechnisch klar im Abwärtstrend, sodass sich zwei Fraktionen gegenüberstehen: die Chartanalysten und die wirtschaftlich orientierten Analysten mit ihren sehr hohen Kurszielen. An dieser Konstellation hat sich auch am Mittwoch nichts geändert.

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