Liebe Leserin, lieber Leser,
das Auf und Ab bei der Aktie von BYD geht weiter. Nachdem sich die Papiere des chinesischen Autobauers in der vergangenen Woche in Frankfurt bis auf 11,80 Euro geschoben hatten, waren sie vor dem Wochenende zunächst wieder auf 10,80 Euro zurückgefallen. Zum Wochenstart erholte sich die BYD-Aktie wieder, ging am Dienstag wieder exakt bei 11,80 Euro aus dem Handel. Nur um am Mittwoch im frühen Handel wieder den Rückwärtsgang einzulegen. Was ist da los? Es sind offenbar die widersprüchlichen Signale um das chinesische Unternehmen, die für das Wecheslbad der Gefühle sorgen.
BYD-Chef warnte vor „Knock-out-Phase“
Auslöser der jüngsten Kurseinbrüche waren laut Handelsblatt zum einen enttäuschende Quartalszahlen, zum anderen die jüngsten Kommentare von BYD-Vorstand Wang Chuanfu, der in einem Aktionärsbrief vor einer „brutalen Knock-out-Phase“ der Branche gewarnt habe. Der Wettbewerb auf dem chinesischen Elektrofahrzeugmarkt habe „Fieberniveau erreicht“, wird Wang zitiert.
In der Tat stehen Chinas Elektroautohersteller dem Bericht zufolge massiv unter Druck: „Ihre Margen sinken, der Preiskampf wird härter, und der Verdrängungswettbewerb nimmt zu. Kurze Austauschzyklen, geringe Markenloyalität und häufige Produktänderungen sorgen für Volatilität bei den Kunden“, heißt es. Hinzu kämen Konsumschwäche, die Sättigung des heimischen Marktes sowie die vielen neuen Marken auf Chinas Automarkt. All das hatte Auswirkungen auf BYDs Ergebnis im jüngsten Quartal:
- Der Umsatz beim Batterie- und Fahrzeugproduzenten fiel demnach um rund 14 Prozent auf 237,7 Milliarden Yuan (rund 29,8 Milliarden Euro)
- Zuletzt sank der Nettogewinn im vierten Quartal 2025 allerdings um 38 Prozent auf 9,3 Milliarden Yuan (umgerechnet 1,17 Milliarden Euro)
BYD ist weltweit auf Kurs
Das klingt nicht gut, einerseits. Andererseits behielt BYD angesichts des Aufschwungs auf den internationalen Märkten zum vierten Mal in Folge seine Position als weltweit meistverkaufte NEV-Marke, wie Der Aktionär berichtet. „Zudem liegt BYD zum dritten Mal in Folge unter den zehn weltweit führenden Automobil-Herstellern der Welt.“ Angesichts des gesättigten Heimatmarktes allerdings werde die Expansion ins Ausland für BYD und Co „zur strategischen Notwendigkeit“, wie es heißt. Und es gibt durchaus Beobachter, die zuversichtlich sind, das dies gelingt.
Analyst Ken Lee von UOB Kay Hian etwa glaubt an die Zukunft von BYD, so der Bericht. Er habe seine Verkaufsempfehlung für die Aktie zurückgezogen und diese mit einem neuen Kursziel von 130 Hongkong-Dollar (14,50 Euro) ausgestattet. Bei einem Kursstand von aktuell rund 11,50 Euro, sieht er somit Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent.
Mittleres BYD-Kursziel bei 15,25 Euro
Damit ist Kay Hian sogar noch etwas vorsichtiger als der Durschnitt. Laut aktien-guide liegt das Kursziel für die BYD-Aktie aus derzeit 26 Häusern im Mittel bei 138,41 HKD. Die Prognose entspricht umgerechnet 15,25 Euro, was einen weiteren Kursanstieg von mehr als 30 Prozent verspricht. Keine Überraschung, dass 90 Prozent der Analysten die Aktie derzeit zum Kauf empfehlen.
Wirklich gezündet haben die Empfehlungen allerdings bislang nicht: Zwar notier BYD aktuell mit rund sieben Prozent im Monatsplus, mittel- und langfristig aber sieh es weniger gut aus. Im zurückliegenden Jahr hat das chinesische Unternehmen noch immer rund ein Viertel seines Börsenwerts eingebüßt. Nimmt man den Höchststand als Referenz, ausgebildet im Mai 2025 bei einem Kurs von 17,69 Euro, beläuft sich der Abschlag gar auf 35 Prozent.
Wird ein Luxus-Kombi zum Erfolg?
Und so wäre ein Erfolg in Europa nicht das schlechteste Signal. Ob aber BYD mit seiner Premium-Marke Denza international für Furore sorgen wird, ist offen. Das erste Modell, der sportliche Z9 GT, wird am 8. April in Paris seine Premiere feiern. Beim Werbepartner ist den Chinesen indes bereits ein Clou gelungen – ein Hauch von James Bond umweht den Luxus-Kombi mit knapp 1.000 PS.
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