Es hatte sich bereits vor dem Wochenende angedeutet: Das Comeback der Aktie von BYD scheint erst einmal beendet. Nachdem die Papiere des chinesischen Autobauers sich von 8,06 Euro noch Ende Juni bis auf 9,54 Euro erholten, ein Aufschlag von gut 18 Prozent, waren sie am Freitag bis zum Handelsschluss in Frankfurt bereits auf 9,51 Euro zurückgefallen. Am Montagmorgen geht es mit der BYD-Aktie weiter zurück, aktuell stehen nur noch 9,36 Euro auf dem Kurszettel. Indessen räumt ein deutscher Wettbewerber mit Gerüchten um eine mögliche Übernahme durch die Chinesen auf.
Könnte BYD tatsächlich VW übernehmen?
Denn in der Vorwoche hatte Moritz Schularick, Leiter des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, für Aufsehen gesorgt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung antwortet er auf die Frage, ob der krisengeschüttelte Volkswagen-Konzern pleitegehen könne: „VW wird wahrscheinlich von einem chinesischen Autohersteller aufgekauft. Etwa von BYD.“ Doch in Wolfsburg will man davon nichts wissen.
- „Zu haltlosen Spekulationen geben wir keinen Kommentar ab“, wird ein VW-Sprecher von Auto, Motor & Sport zitiert
- Angesichts der Eigentümerstruktur von VW und der damit verbundenen Stimmrechtsverteilung sei dies in der Tat „kein konkret realistisches Szenario“
Dass BYD derzeit an Übernahmen denkt, auch das wirkt wenig realistisch. Der chinesische Konzern hat aktuell genug eigene Probleme.
BYD-Aktie notiert weit im Monatsminus
BYD sei auf dem Heimatmarkt Absatz- und Margenproblemen ausgesetzt, hieß es unlängst bei Ariva. Und weiter: „Die internationale Expansion kommt dank steigender Kundenakzeptanz und höherer Absatzzahlen zwar gut voran, aber nicht schnell genug, um die Verluste in China auszugleichen.“ Das lasse weiteren Verkaufsdruck auf die Aktie befürchten, so der Bericht. Dieser ließ zuletzt zwar deutlich nach. Doch trotz der deutlichen Erholung in der Vorwoche notiert BYD auf Monatssicht noch immer mit rund sieben Prozent im Minus.
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