BYD bleibt an der Börse unter Druck. Am Freitag ging die Aktie im europäischen Handel bei 8,81 Euro aus der Woche und verlor 1,10 %. Innerhalb von fünf Handelstagen summierte sich das Minus auf 2,48 %, seit Jahresbeginn sind es 17,70 %. Der schwache Kurs fällt in eine Phase, in der der chinesische Automarkt von Preisdruck und hartem Wettbewerb geprägt ist und BYD für das erste Halbjahr einen Gewinnrückgang gegenüber dem Vorjahr gemeldet hat.
Export ist extem wichtig
Umso wichtiger wird das Geschäft außerhalb Chinas. Allein im August verkaufte BYD dort mehr als 189.000 Fahrzeuge. Der Konzern hat deshalb seine Exportplanung deutlich angehoben: Statt bislang rund 1,5 Millionen werden für das Gesamtjahr inzwischen 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeuge erwartet. Schon das untere Ende liegt rund 27 % über der früheren Planung. Da BYD im Ausland höhere Bruttomargen erzielt als auf dem Heimatmarkt, können steigende Exporte neben den Stückzahlen auch die Profitabilität unterstützen.
Für 2026 werden derzeit Nettoumsätze von 894 Milliarden Yuan und ein Nettogewinn von 39,5 Milliarden Yuan erwartet. 2027 steigen die Schätzungen auf 1,018 Billionen beziehungsweise 50,6 Milliarden Yuan. Das erwartete KGV sinkt dabei von 15,9 auf 12,1. Also ist der Wert extrem günstig, im Vergleich mit Tesla etwa.
Neben der geografischen Expansion arbeitet BYD an der nächsten Batteriegeneration. Für 2027 ist eine Demonstrationsflotte von rund 1.000 Fahrzeugen mit Feststoffzellen geplant, zunächst bei den höher positionierten Marken Yangwang und Denza. Eine breitere Fertigung ist um 2030 vorgesehen. Die Sulfid-Zelle soll 400 Wattstunden pro Kilogramm erreichen; die bisherigen Blade-Akkus liegen typischerweise bei 150 bis 190 Wattstunden. Ein Prototyp kam nach dem chinesischen CLTC-Zyklus auf 1.218 Kilometer Reichweite, bei minus 30 Grad Celsius blieb die Entladeeffizienz bei mehr als 85 %. Rund 95 % seiner Batterien fertigt BYD selbst.
BYD Aktie Chart
Die Analysten bewerten die Aktie deutlich höher als die Börse. Es ergibt sich ein Abstand von 60,98 %.
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