BYD-Aktie: Warum nur noch auf und ab?

Seit über einem Monat pendelt der Kurs des chinesischen Autokonzerns in einem engem Band zwischen 11 und 12 € auf und ab. Warum sind Anleger derzeit so unschlüssig?

Auf einen Blick:
  • Neue Blade Battery könnte technologischen Vorsprung bringen
  • Absatzpotenzial durch neue Modelle und starke Entwicklung im Ausland
  • Marktanteilsverluste in China und mögliche Importbeschränkungen in Europa

Es ist ein einziges Auf und Ab mit der BYD-Aktie. Seit über einem Monat pendelt der Kurs des chinesischen Autokonzerns in einem engem Band zwischen elf und zwölf Euro auf und ab. Auch diese Woche scheint sich nichts daran zu ändern. Nachdem die Aktie am Montag über vier Prozent zulegen konnte, geht es am Dienstag wieder über zwei Prozent nach unten. Warum sind Anleger derzeit so unschlüssig?

Argumente für Kurssteigerungen

Hinter dem Auf und Ab der BYD-Aktie steckt die Unschlüssigkeit, wie es mit dem chinesischen Elektroauto-Branchenprimus weitergehen wird. Es gibt gute Argumente, die für Kurssteigerungen sprechen, aber auch sehr valide Gegenargumente.

Für einen Kursaufschwung der BYD-Aktie spricht die neue Generation der Blade Battery, die im April vorgestellt wurde. Sie verspricht höhere Reichweiten bei geringeren Kosten, was BYD einen technologischen Vorsprung zurückgeben könnte.

Zudem präsentierte der Autokonzern auf der Automesse in Peking zahlreiche neue Modelle, die die Absatzzahlen von BYD in den kommenden Quartalen wieder in die Höhe treiben könnten. Und nicht zuletzt hat sich der Absatz von Build Your Dreams im Ausland zuletzt sehr positiv entwickelt. Der Konzern hat auf dieser Grundlage sein Absatzziel in Übersee auf 1,5 Millionen Fahrzeuge angehoben.

Und Gegenargumente

Die Absatzzahlen auf dem chinesischen Heimatmarkt sprechen derzeit aber gegen ein Investment in die BYD-Aktie. Der Autobauer bekommt seit Monaten massiv die ebenbürtige Konkurrenz von Geely, Xiaomi, Xpeng und anderen heimischen Herstellern zu spüren. Sie kostet BYD nicht nur Marktanteile, sondern belastet aufgrund des enormen Preiswettbewerbs auch die Gewinnmarge.

Gleichzeitig drohen in Europa weiterhin Strafzölle oder Importbeschränkungen auf chinesische E-Autos. Diese Unsicherheit deckelt derzeit den Kurs der BYD-Aktie nach oben.

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