BYD setzt sich in der Schweiz ein ambitioniertes Ziel: Der chinesische Autobauer will dort langfristig zu den drei größten Automarken gehören. Das sagte Schweiz-Chef Ferdinando D’Apice im Interview mit dem Finanzportal finews.ch. Eine konkrete Frist für den Vorstoß in die Top 3 nannte er allerdings nicht.
BYD-Aktie: Vom Newcomer zum Top-3-Anwärter
Die Entwicklung ist bereits beachtlich. Laut dem auf finews.ch zurückgehenden Bericht liegt BYD inzwischen auf Rang sieben des Schweizer Automarkts. Bis Ende August wurden knapp 4.000 Fahrzeuge neu zugelassen. Ferdinando D’Apice zufolge erhält das Unternehmen derzeit sogar mehr Bestellungen, als es Fahrzeuge ausliefern kann.
Um weiter zu wachsen, baut BYD den Vertrieb kräftig aus. Aktuell arbeitet das Unternehmen mit 31 Handelspartnern zusammen, weitere 15 bis 20 sollen folgen. Das Ziel ist, möglichst schnell 55 Standorte in der Schweiz zu integrieren.
BYD-Aktie: Hybride derzeit stärker gefragt
Interessant ist der Antriebsmix: Rund 60 % der Schweizer BYD-Verkäufe entfallen derzeit auf Plug-in-Hybride, reine Elektrofahrzeuge kommen auf 40 %. Ferdinando D’Apice stellt dabei die Kundennachfrage in den Vordergrund, statt ausschließlich auf Batterieautos zu setzen.
Parallel greift BYD mit seiner Premiummarke Denza weiter oben im Markt an. Die Marke feierte erst im August ihren offiziellen Schweizer Marktstart. Zum Start wurden vier Modelle präsentiert, darunter der Z9GT und der D9.
Zur Einordnung: Das Interview mit finews.ch zeigt, wie offensiv BYD inzwischen auch kleinere europäische Märkte angeht. Mit dem erklärten Top-3-Ziel würde BYD künftig direkt etablierte Marken wie Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW herausfordern.
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