BYD-Aktie: Vorsorge vor dem Crash!

BYD übernimmt als erster Autobauer die volle Haftung bei Unfällen mit aktiviertem Fahrassistenzsystem und präsentiert einen eigenen 4-Nanometer-Chip.

Auf einen Blick:
  • Erstmalige vollständige Schadensübernahme
  • Eigener 4-Nanometer-Chip vorgestellt
  • LiDAR-Sensor für gesamte Modellpalette
  • Strategie der technologischen Eigenständigkeit

BYD meldet Premiere: Als erstes Automobilunternehmen weltweit übernimmt der Konzern nach eigenen Angaben die vollständige Schadenshaftung, wenn ein Unfall passiert, während der Fahrer das automatisierte Stadtfahrsystem Urban NOA oder die intelligente Parkfunktion seines Fahrerassistenzsystems „God’s Eye“ nutzt.

BYD-Aktie: Vollständige Schadensdeckung als Vertrauenssignal

Die Garantie gilt für Neukäufer sowie für Bestandsbesitzer, die auf God’s Eye 5.0 aufrüsten – vorerst ausschließlich im chinesischen Markt. Kommt es bei regelkonformer Nutzung der Assistenzfunktionen zu einem Unfall, für den der Fahrer rechtlich verantwortlich wäre, trägt BYD alle finanziellen Schäden direkt.

Das Unternehmen begründet dieses Versprechen mit drei Faktoren: einer Flotte von mehr als 3,15 Millionen Fahrzeugen mit Fahrassistenz auf chinesischen Straßen, täglich mehr als 200 Millionen gefahrenen Kilometern mit aktivem System sowie einem internen Entwicklerteam von 5.000 Ingenieuren – nach eigenen Angaben das größte im chinesischen Automobilsektor.

BYD-Aktie: Eigener 4-Nanometer-Chip für höchste Fahrstufen

Parallel zur Haftungsgarantie stellte BYD mit dem XUANJI A3 den ersten selbst entwickelten Fahrzeugchip auf Basis der 4-Nanometer-Fertigungstechnologie vor. Der Prozessor ist bereits in Serienproduktion und legt die technische Grundlage für die Fahrstufen L3 und L4 – also Stufen, auf denen das Fahrzeug unter definierten Bedingungen vollständig eigenständig steuert.

In einer Drei-Chip-Konfiguration erreicht das System eine Rechenleistung von über 2.100 TOPS pro Fahrzeug, bei einem nach Unternehmensangaben um 20 Prozent niedrigeren Energieverbrauch pro Rechenoperation als vergleichbare Konkurrenzprodukte.

Zudem gab BYD bekannt, dass künftig das gesamte Fahrzeugsortiment optional mit einer LiDAR-Version des God’s Eye ausgestattet werden kann – einem Sensor, der präzise dreidimensionale Umgebungsbilder erzeugt und bislang überwiegend in Premium- und Oberklassefahrzeugen zum Einsatz kommt.

Zur Einordnung: BYD folgt also in der Ära des autonomen Fahrens derselben Strategie wie beim Akkugeschäft – technologische Eigenständigkeit kombiniert mit einem konkreten Sicherheitsversprechen, das das Vertrauen der Verbraucher gewinnen soll. Die Haftungsgarantie könnte sogleich einen Präzedenzfall markieren, der den Wettbewerbsdruck auf andere Hersteller erhöhen dürfte, ähnliche Zusagen zu machen – oder zu erklären, warum sie das nicht können.

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