BYD erhöht bei seiner Expansion in Deutschland das Tempo. Auf der Händlerkonferenz in Oberjoch stellte der chinesische Autobauer seine Wachstumsstrategie für 2027 vor und machte deutlich, dass er sich hierzulande nicht mehr als Newcomer, sondern als ernsthaften Wettbewerber der etablierten Volumenhersteller sieht. Mehr als 400 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung zusammen.
BYD-Aktie: 55.000 Zulassungen in Deutschland angepeilt
Nach Angaben von Deutschland-Chef Lars Bialkowski hat BYD seit seinem deutschen Marktstart inzwischen 40.300 Pkw-Zulassungen erreicht. Aktuell kommt die Marke demnach auf einen Marktanteil von rund 2,5 %. Das Ziel von etwa 55.000 Zulassungen für 2026 wurde auf der Händlerkonferenz bestätigt.
Ein wichtiger Baustein dafür ist der Ausbau des Vertriebs. BYD verfügt inzwischen über mehr als 250 Vertriebsstandorte in Deutschland, bis Ende 2026 sollen es 300 Standorte sein. Lars Bialkowski bezeichnete die Handelspartner dabei als das „Rückgrat“ der Marke. Gleichzeitig richtet das Unternehmen seine Strategie bereits auf 2027 aus und will Wachstum über Vertrieb, neue Modelle und neue Ladetechnologien vorantreiben.
BYD-Aktie: Vom Challenger zum Volumenhersteller
Gleichzeitig will BYD seine Bekanntheit steigern. Nach Unternehmensangaben erhöhte sich der sogenannte Google Share of Search innerhalb eines Jahres von 0,6 % auf 2,7 %. Marketingleiterin Magda Jablonska beschreibt die Entwicklung mit dem Leitmotiv „Vom Challenger zum Trendsetter“.
Zur Einordnung: Die Händlerkonferenz liefert zwar keine neue Finanzprognose für den Gesamtkonzern, zeigt aber, wie aggressiv BYD den deutschen Markt ausbaut. 40.300 Zulassungen seit dem Marktstart, rund 2,5 % Marktanteil und bis zu 300 Vertriebsstandorte bis Jahresende machen deutlich, dass BYD hierzulande zunehmend in Richtung Volumenhersteller geht.
BYD-Aktie unter Druck
Im deutschen Handel verlor die BYD-Aktie am Donnerstagmorgen 0,3 % auf 8,9 Euro. Auf 6-Monats-Sicht belief sich das Minus auf 23 %. Während die Expansion der Chinesen auf Hochtouren läuft, sorgt unter anderem das schwächelnde Geschäft im Heimatland für Bedenken. (Stand: 24.09.2026, 9:00 Uhr Tradegate).
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