Die chinesische BYD steht tatsächlich weiterhin vor Problemen. Am Freitag verlor das Papier circa 0,35 % und kam mit 9,04 Euro in das Wochenende. Die Notierungen sind damit aus charttechnischer Sicht ganz klar im Abwärtstrend. Es fehlen mindestens 10 %, um wenigstens die Marke von 10 Euro wieder zu erreichen.
Rückrufaktion haben die Märkte “zum Glück” kaum bewertet
Tatsächlich hatte die Aktie in den vergangenen Tagen teilweise den Weg nach oben aufgenommen. Allerdings nehmen die Börsen immer wieder Gewinne vom Tisch. Aktuell spielt möglicherweise ein größerer Fahrzeugrückruf eine Rolle. Das Unternehmen muss 183.211 Fahrzeuge wegen eines möglichen Fehlers am Bremspedal zurückrufen.
Dies betrifft zwar nur ältere Fahrzeuge, ist allerdings zum einen ein direkter wirtschaftlicher Schaden und zum anderen möglicherweise auch ein Imageproblem. Wobei sich BYD damit lediglich in die ohnehin lange Reihe der Autounternehmen einreiht, die immer wieder Fahrzeuge zurückrufen.
Insofern sind andere Faktoren derzeit kursrelevanter. Dazu zählt die Entwicklung der internationalen Expansion. Das Unternehmen hatte angegeben, dass aus den ursprünglich genannten Exportzielen von 1,3 bis 1,5 Millionen Fahrzeugen inzwischen ein Volumen von 1,9 bis 2 Millionen Fahrzeugen geworden ist.
Das wiederum ist ausgesprochen stark, insofern BYD damit auch die Schwäche auf dem chinesischen Markt ausgleichen muss. Bemerkenswert ist der Export auch deshalb, weil die Margen im Ausland höher sind als in China selbst.
BYD Aktie Chart
Analysten begrüßen deshalb die steigenden Exporterfolge. Das durchschnittliche Kursziel für BYD liegt weiterhin bei etwa 14 Euro. Insofern die Exportstrategie weiter verfolgt wird, könnte BYD in den kommenden Tagen, Wochen oder Monaten positive Signale aussenden. Davon sind Analysten jedenfalls überzeugt.
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