BYD schaffte es auch am Montag zum Auftakt der neuen Woche noch nicht ganz, die Marke von 10 Euro zu überwinden. Die Aktie verlor auf Sicht von fünf Tagen derzeit rund -1,36%. Noch bewegt sich das Papier um diese charttechnisch wichtige Marke. Mit einem Schlusskurs von 9,02 Euro fehlt allerdings nach dem Gewinn von rund 1,7 % nicht mehr viel, um auch diese Hürde zu überwinden.
BYD: An sich ist der Prozess noch immer intakt
Zur Erinnerung: Noch vor wenigen Wochen notierte die Aktie bei gut 8 Euro und stand zeitweise sogar kurz davor, die Marke von 8 Euro nach unten zu durchbrechen. Inzwischen hat sich die Situation bei BYD deutlich verbessert. Dennoch kann noch nicht davon gesprochen werden, dass die Aktie endgültig in einen Aufwärtstrend übergegangen wäre. Aus technischer Sicht fehlen dafür je nach Betrachtungsweise noch mindestens rund 8 %, um auch die technischen Analysten vollständig zu überzeugen.
BYD Aktie Chart
Die Vorzeichen haben sich allerdings klar verbessert. In den vergangenen Wochen gewann die Aktie gut 15 %. Hintergrund hierfür war nicht etwa eine veränderte Marktstimmung, sondern vor allem die starken Auslieferungszahlen des Unternehmens im zweiten Quartal 2026. Sowohl im Mai als auch im Juni meldete BYD höhere Auslieferungen als im jeweiligen Vorjahresmonat. Das war nach acht beziehungsweise neun Monaten die erste positive Entwicklung dieser Art.
Damit dürfte zumindest bei den Auslieferungszahlen der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Entwicklung überwunden sein. Auch für das laufende Quartal rechnen Analysten mit einem ähnlich starken Wachstum. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland gilt weiterhin als hoch. Sie kompensiert die Entwicklung auf dem chinesischen Heimatmarkt, auf dem BYD zwar weiterhin einen Marktanteil von rund 22 % hält, zugleich aber einem intensiven Preiswettbewerb ausgesetzt ist.
BYD begegnet diesem Wettbewerbsdruck durch eine konsequente internationale Expansion. Für das Gesamtjahr wird ein Exportvolumen von mehr als 1,5 Millionen Fahrzeugen angestrebt. Dieses Ziel scheint derzeit erreichbar zu sein. Bereits in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres exportierte das Unternehmen bei steigenden Absatzzahlen insgesamt annähernd 790.000 Fahrzeuge. Hochgerechnet liegt BYD damit voll auf Kurs. Da die Exportzahlen zuletzt sogar weiter gestiegen sind, könnte am Ende sogar noch mehr möglich sein.
Diese Entwicklung reduziert die Abhängigkeit vom chinesischen Heimatmarkt und dürfte zugleich die Profitabilität verbessern. Denn im Ausland erzielt BYD höhere Margen als im Inland. Der Erfolg auf den internationalen Märkten ist daher für das Unternehmen von besonderer Bedeutung.
Nun richtet sich der Blick auf den nächsten wichtigen Termin. BYD wird voraussichtlich am 29. August die Finanzergebnisse für das zweite Quartal veröffentlichen. Dies dürfte der wichtigste Termin der kommenden Wochen sein. Dabei könnte das Unternehmen erneut unterstreichen, dass sich insbesondere das Exportgeschäft besser entwickelt hat als vielfach erwartet.
Analysten bleiben ohnehin optimistisch. Nach ihrer Einschätzung ist die Aktie deutlich mehr wert als der derzeitige Börsenkurs vermuten lässt. Die durchschnittlichen Kursziele liegen rund 40 % über dem aktuellen Kursniveau.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 28. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
