BYD-Aktie: Teuer erkauft!

Die Aktie von BYD verliert den gesamten September mehr und mehr an Wert, trotz wieder steigender Absatzzahlen. Der Exporterfolg aber hat seine Schattenseite.

Auf einen Blick:
  • Die BYD-Aktie hat sich seit Ende August wieder deutlich verbilligt
  • Die wieder steigenden Absatzzahlen ließen die Anleger bislang kalt
  • Der chinesische Autobauer glänzt vor allem bei den Exportzahlen
  • Seine Plug-in-Hybride wird er jedoch nur durch hohe Rabatte los

Nein, das war zweifellos nicht der Start in die neue Börsenwoche, die sich Anleger von der BYD-Aktie gewünscht hätten. Nachdem die Papiere des chinesischen Batterie- und Fahrzeugherstellers Ende August bei mehr als 10 Euro gehandelt worden waren, hatten sie in der vergangenen Woche bereits abgegeben, waren am Freitag in Frankfurt bei noch 9,49 Euro aus dem Handel gegangen. Am Montag gab es den nächsten Dämpfer für die BYD-Aktie, der sie bis auf 9,25 Euro führte. Das kommt einigermaßen überraschend. Oder auch nicht, je nach Sichtweise.

BYD Aktie Chart

BYD erholt sich langsam nach Absatzknick

Denn laut übereinstimmender Berichte hatte BYD im August die begonnene Erholung bei den Absatzahlen fortgesetzt: Das Unternehmen meldete einen Fahrzeugabsatz von etwas mehr als 440.000 Einheiten, was einem Anstieg um knapp 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch gegenüber dem Juli klettern bei BYD sowohl Inlands- als auch Auslandsgeschäft leicht um 5,1 bzw. 5,0 Prozent, wie elektive.net vermeldet. Also alles gut?

Nicht ganz, denn trotz der Fortschritte bleibe der China-Markt schwach, was sich bei BYD in einem Rückgang auf 250.827 im Inland abgesetzte Fahrzeugen widerspiegle (-14,3%). Und auch mittelfristig zeigt sich das Problem: „In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 lieferte BYD weltweit 2,67 Millionen NEVs aus, was einem Rückgang von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht“, heißt es.

  • Die Exporte haben sich im August laut investing.com hingegen mehr als verdoppelt und machten 43 Prozent der Gesamtauslieferungen aus
  • BYD baue seine Präsenz in Südostasien, Europa und Südamerika weiter aus und fordere in diesen Regionen etablierte Automobilhersteller heraus

BYD nur doch hohe Rabatte konkrrenzfähhig

Das zeigt sich auch in Deutschland: Im Bereich der Plug-in-Hybride erreichte BYD etwa im Juli einen Marktanteil von 10,7 Prozent und damit Platz vier in diesem Segment. Das gelingt BYD vor allem durch günstige Listenpreise, die zudem noch hoch rabattiert werden, zum Teil bis 31,8 Prozent. Der Erfolg ist, wenn man so will, für die Chinesen also teuer erkauft.

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