Der chinesische Autobauer BYD holt sich die Krone zurück. Nach einem kurzen Rückschlag Anfang des Jahres überholt der Konzern im abgelaufenen Quartal erneut seinen US-Rivalen Tesla bei den reinen Elektroautos. Die Börse feiert das Comeback mit einem kräftigen Kurssprung.
Exportgeschäft federt Heimatmarkt ab
Zwischen April und Juni lieferte BYD rund 557.000 vollelektrische Fahrzeuge aus. Damit verweist der Konzern Tesla klar auf den zweiten Platz. Die Amerikaner kommen im selben Zeitraum voraussichtlich nur auf knapp 397.000 Einheiten.
Das Geheimnis hinter dem starken Quartal liegt außerhalb Chinas. Während der Heimatmarkt schwächelt, boomt das Exportgeschäft. Im Juni gingen bereits 43 Prozent der verkauften Neuwagen ins Ausland. Die Folge: Insgesamt setzte der Konzern im vergangenen Monat gut 403.000 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von knapp sechs Prozent zum Vorjahr.
Produktion in Europa startet
Um drohenden Strafzöllen aus dem Weg zu gehen, forciert BYD die lokale Fertigung. Im ungarischen Szeged läuft seit Januar die Testproduktion für den europäischen Markt. Mittlerweile fährt das Werk die Serienfertigung hoch. Damit positioniert sich der Autobauer direkt vor der Haustür seiner europäischen Konkurrenten.
Auch technologisch drückt der Konzern aufs Tempo. Der neue Datang-SUV mit der modernisierten Blade-Batterie trifft offensichtlich den Nerv der Käufer. In knapp zwei Monaten sammelte BYD in China rund 150.000 Vorbestellungen für das Modell ein. Hinzu kommen neue Partnerschaften jenseits der Straße. Der Konzern liefert künftig Batterietechnik für den italienischen Yachtbauer Sanlorenzo.
Kurssprung nach dem Tiefpunkt
Investoren quittieren die starken Auslieferungszahlen mit Erleichterung. Am Mittwoch schoss der Kurs um knapp sieben Prozent auf 8,69 Euro nach oben. Noch am Vortag hatte die Aktie ihr Jahrestief markiert.
Der plötzliche Kurssprung lindert die Schmerzen der langfristigen Aktionäre zumindest etwas. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Minus von gut 20 Prozent auf der Anzeigetafel.
Mit dem Start der ungarischen Serienproduktion beginnt nun die nächste Phase der Europa-Expansion. Gelingt die lokale Fertigung reibungslos, umgeht der Konzern künftige Importzölle. Das sichert BYD einen handfesten Kostenvorteil im hart umkämpften europäischen Markt.
BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 01. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
