Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von BYD scheint sich auf niedrigem Niveau wieder etwas zu stabilisieren. Am Mittwoch im frühen Handel auf Tradegate verbesserten sich die Papiere des chinesischen Autobauers sich um gut zwei Prozent auf rund 9,50 Euro, nachdem sie Ende Juni noch zwischenzeitlich auf 8,08 Euro zurückgefallen waren. Seit ihrem Höchststand, ausgebildet bei 14,80 Euro vor knapp einem Jahr, hat die BYD-Aktie aber noch immer rund 35 Prozent abgegeben. Dass die Anleger wieder etwas positiver auf den Titel schauen, hat wohl gleich zwei Gründe.
BYD mit erneutem Export-Rekord im Juni
Da wäre zum einen ein neuer Rekord bei den Exporten: Im Ausland setzte BYD nach eigenen Angaben im Juni 2026 insgesamt 175.349 Fahrzeuge ab, was einem Sprung um 94,73 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Fast die Hälfte des Monatsabsatzes entfiel laut finanzen.net damit auf Märkte außerhalb Chinas, konkret 43,46 Prozent. Doch das ist lediglich die eine Seite.
„Im Heimatmarkt bleibt der Druck dagegen hoch: Dort gingen 228.123 Fahrzeuge in den Verkauf, 22,02 Prozent weniger als vor einem Jahr“, so der Bericht. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für BYD ist die leichte Steigerung des Absatzes um 2,39 Prozent gegenüber dem Mai. „Nach Antrieben getrennt hielten sich reine Stromer mit 201.472 Einheiten fast stabil, ein Minus von 2,62 Prozent, während Plug-in-Hybride um 14,69 Prozent auf 195.820 Stück zulegten und die Schwäche im reinen Elektrogeschäft ausglichen“, heißt es.
- BYD setzte im Juni damit 403.472 Fahrzeuge ab, 5,46 Prozent mehr als vor einem Jahr
- Im Mai hatte der Zuwachs für den Autobauer demnach nur bei 0,26 Prozent gelegen
Limousine BYD Seal 08 mit Traumstart
Im umkämpften Heimatmarkt, wo der Hersteller unter Preisverfall und Überkapazitäten leidet, gibt es ebenfalls ein Zeichen der Hoffnung: Laut Medienberichten hat der neue BYD Seal 08 gut 30 Stunden nach dem Verkaufsstart rund 65.000 Bestellungen verzeichnet, mit diesem Traumstart hat der Hersteller wohl selbst nicht gerechnet. Ganz aus dem Nichts komme diese Zahl allerdings nicht, heißt es auf netzwelt.de. Rund 40.000 Interessenten hatten demnach die Luxus-Limousine bereits vor der offiziellen Preisbekanntgabe reserviert. „Nachdem BYD den endgültigen Preis vorgestellt hatte, kamen innerhalb von gut einem Tag weitere mehr als 25.000 Bestellungen hinzu.“
Luxus ab 25.000 Euro – aber nur in China
Das verwundert kaum: Mit einer Länge von 5,15 Metern gehöre das Modell zur Oberklasse und biete ähnlich viel Platz wie deutsche Limousinen à la Audi A6 oder die Mercedes-Benz E-Klasse, so der Bericht. Trotzdem starte der BYD Seal 08 in China laut dem Branchenportal CarNewsChina bei 196.900 Yuan (knapp 25.000 Euro). „Hinzu kommen moderne Technik wie eine 800-Volt-Architektur für schnelles Laden und ein adaptives Fahrwerk, das den Fahrkomfort erhöhen soll.“
Ob der Wagen, der als Plug-in-Hybrid und rein elektrisch angeboten wird, auch nach Europa kommen wird, ist noch offen. Nach aktuellen Angaben könne BYD derzeit nur rund 8.000 Seal 08 pro Monat produzieren und damit deutlich weniger, als aktuell bestellt werden, heißt es. Zudem würde das Auto hierzulande wohl mindestens das Doppelte kosten.
Analysten mit hohen Kurszielen für BYD-Aktie
Dass sich BYD an der Börse wieder nachhaltig verbessern wird, davon sind die Analysten indes überzeugt. Laut marketscreener.com liegt das durchschnittliche Kursziel für die Aktie bei umgerechnet 13,88 Euro. Die Experten sehen bei den Papieren somit ein weiteres Aufwärtspotenzial von knapp 50 Prozent. Entsprechend lauten die Empfehlungen. Von 29 Beobachtern würden
- 25 die Aktie im Moment kaufen
- drei raten zum Halten der Papiere
- nur einer würde BYD verkaufen
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