BYD könnte bei dem anstehenden US-Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine politisch besonders interessante Rolle spielen. Nach übereinstimmenden Berichten wird der Elektroautokonzern als mögliches Mitglied einer chinesischen Wirtschaftsdelegation gehandelt, die Xi Jinping nach Washington begleitet. Neben BYD stehen unter anderem CATL, Xiaomi, Gotion, Hisense und die Bank of China auf der Liste möglicher Teilnehmer.
Wichtig ist allerdings: Eine Teilnahme von Vertretern von BYD ist bislang nicht bestätigt. CNBC berichtet, dass Peking noch keine Namen chinesischer Wirtschaftsvertreter veröffentlicht hat. BYD selbst wollte sich dazu nicht äußern.
BYD-Aktie: Brisanter Zeitpunkt für möglichen Washington-Besuch
Für BYD wäre eine Teilnahme besonders bemerkenswert, weil der Konzern in den USA mit erheblichen politischen und regulatorischen Hürden konfrontiert ist. Chinesische Elektroautos unterliegen in den USA einem Zoll von 100 Prozent. Hinzu kommen Beschränkungen für chinesische Software und Hardware in vernetzten Fahrzeugen.
Gleichzeitig befindet sich BYD seit Juni 2026 auf einer Liste des US-Verteidigungsministeriums chinesischer Unternehmen mit angeblichen Verbindungen zum Militär.
BYD-Aktie: Trump öffnet zumindest rhetorisch eine Tür
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Aussage von US-Präsident Trump. Laut dem Reuters-Bericht erklärte er, dass er chinesische Unternehmen unterstützen würde, wenn diese Fahrzeuge in den USA produzierten. Gleichzeitig drängen amerikanische Autohersteller darauf, den US-Markt gegenüber chinesischen Herstellern geschlossen zu halten.
Sollte BYD tatsächlich Teil der Delegation sein, wäre dies durchaus ein bemerkenswertes Signal. Ausgerechnet einer der von Washington bislang besonders kritisch gesehenen chinesischen Elektroautokonzerne wäre dann bei einem zentralen Treffen der beiden größten Volkswirtschaften vertreten. Das würde jedoch noch lange nicht bedeuten, dass sich BYD in den USA auf nachhaltige regulatorische Erleichterungen einstellen kann.
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