BYD leidet nach wie vor unter den schwierigen Bedingungen auf dem chinesischen Heimatmarkt und die Aktie geriet zuletzt wieder spürbar unter Druck. Das Unternehmen selbst übt sich jedoch weiterhin in Optimismus, und das vor allem mit Blick auf den internationalen Markt. Dort erkennt Executive Vice-President Stella Li nun auch neue Chancen, wie sie bei einer Konferenz der „Financial Times“ wissen ließ.
Durch den Irankrieg haben die Preise für Rohöl sich enorm erhöht, und das aller Voraussicht nach für einen längeren Zeitraum. Das scheint das Verhalten der Verbraucher zu beeinflussen. Li berichtet darüber, dass mittlerweile vermehrt Kunden in die Verkaufsräume kommen würden, die zuvor kein Interesse an Elektroautos zeigten.
BYD: Europa im Fokus
In Europa verzeichneten E-Autos zuletzt noch ein recht ansehnliches Wachstum, insbesondere im direkten Vergleich zu anderen Märkten. Noch hat BYD zwar ein wenig mit Zöllen zu kämpfen. Das soll sich mit Werken in Ungarn und in der Türkei aber ändern.
Angedeutet wurde zudem, dass sich der chinesische Autobauer in Verhandlungen mit Stellantis und anderen europäischen Konzernen befinde, um nicht ausgelastete Werke zu übernehmen. BYD könnte von der Krise der hiesigen Autokonzerne also letztlich profitieren. Über die genauen Effekte lässt sich allerdings nur spekulieren.
BYD Aktie Chart
Munteres Rätselraten
Die Überlegung, dass höhere Ölpreise Elektroautos und Hybridfahrzeugen auf die Sprünge helfen könnten, ist nicht neu. Es ist bisher jedoch schwer, genau zu beziffern, wie dies den Markt beeinflussen mag. Ankommen dürfte es vor allem darauf, ob die höheren Ölpreise auch von Dauer sein werden. Handelt es sich nur um eine vorübergehende Angelegenheit, dürften die Marktverhältnisse sich wohl recht schnell wieder beruhigen. Allerdings ist bislang noch immer kein Ende des Kriegs im Nahen Osten in Sicht.
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