Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von BYD war noch einigermaßen erfolgreich in den März gestartet, als es von zuvor 10,26 auf 10,86 Euro nach oben ging. Im Laufe der vergangenen Woche aber fielen die Papiere des chinesischen Batterie- und Autobauers wieder deutlich zurück, gingen letztlich noch bei 10,19 Euro am Freitag in Frankfurt aus dem Handel. Die neue Börsenwoche jedoch begann die BYD-Aktie nun mit einem Sprung um mehr als sechs Prozent auf zwischenzeitlich 10,83 Euro, bevor es wieder etwas zurückging. Ob eine Meldung vom Wochenende die Papiere antreibt?
BYD verspricht Ladezeiten von fünf Minuten
Denn laut übereinstimmender Medienberichte testet BYD derzeit ein neues Schnellladesystem mit ungewöhnlich hoher Leistung. In internen Demonstrationen wird von Ladezeiten im Bereich von etwa fünf Minuten für einen Ladestand von 10 auf 80 Prozent gesprochen, für das an einem heutigen Schnelllader rund 20 Minuten benötigt werden. Dafür sorge eine Ladeleistung von rekordverdächtigen 1500 Kilowatt, die jedoch eine entsprechend leistungsfähige Ladestation voraussetze, wie es beim Nachrichtenmagazin Spiegel heißt. Doch auch daran arbeitet BYD demnach: Ein Netz solcher »Flash Charger« baue der Autobauer selbst.
- Inzwischen gebe es mehr als 4200 ultraschnelle Stationen in China, bis zum Jahresende sollen es 20.000 werden, so der Bericht
- Auch für Europa habe BYD Tausende »Flash Charger« angekündigt, wo derzeit Stationen noch mit bis zu 400 Kilowatt installiert werden
Dreimal schneller als Teslas Supercharger
Nach bisherigen Angaben arbeitet die BYD-Technik mit einer elektrischen Architektur von rund 1.000 Volt und könne Ströme von bis zu 1.500 Ampere liefern, heißt es beim Fachmagazin Auto, Motor & Sport. Rechnerisch ergebe sich daraus eine maximale Ladeleistung der genannten 1.500 Kilowatt. „Damit läge die Leistung etwa dreimal so hoch wie bei den derzeit leistungsstärksten Tesla-Superchargern der Generation V4, die in China eine Spitzenleistung von rund 500 Kilowatt erreichen können“, so der Bericht.
BYD-Chef Wang Chuanfu zufolge beseitige man, kombiniert mit Reichweiten von rund 1000 Kilometern für den Blade 2.0 genannten Akku, damit die letzten Nachteile elektrischer Fahrzeuge gegenüber Verbrenner-Pkw. „Nur so könnten auch die verbleibenden Verbraucher den endgültigen Schritt hin zur Elektromobilität vollziehen“, wird Wang zitiert. Laut dem Portal CNEVPost gibt BYD für Blade 2.0 in China eine lebenslange Garantie.
BYD verkauft immer weniger E-Autos
Ob die neue Batteriegeneration den Absatzzahlen von BYD wieder neuen Schwung verleihen wird? Notwendig wäre dies zweifellos, denn zuletzt schwächelte der größte Autohersteller Chinas merklich. Laut Medienberichten verkaufte BYD im Februar nur noch 190.190 Elektrofahrzeuge, ein Rückgang um 41,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 9,5 Prozent gegenüber Januar, wie es heißt.
Insgesamt sei es bereits der sechste Monat bei dem Stromer-Riesen in Folge mit rückläufigen Absatzzahlen gewesen, meldete ecomento.de. „In China lag das insbesondere auch am Rückgang der staatlichen Fördermaßnahmen und den chinesischen Neujahrsfeiertagen.“ Einziger Lichtblick: Im Übersee-Geschäft gab es im Februar dagegen ein Plus von 41,4 Prozent auf 100.151 E-Fahrzeuge.
- „BYD verkaufte im Februar erstmals mehr Stromer in Übersee als in China“, so der Bericht.
- Da BYD mit besonders hohen Eigenzulassungsquoten auffällt, ist diese Aussage aber mit Vorsicht zu genießen
BYD-Aktie 40 Prozent unter Höchststand
Und so ist auch die Entwicklung an den Börsen zuletzt eine Enttäuschung. Trotz insgesamt noch ordentlicher Kursziele durch Analysten, pendelt die BYD-Aktie seit Wochen zwischen 10 und 11 Euro. Seit ihrem Höchststand, ausgebildet im Mai 2025 bei 17,69 Euro, hat sie aktuell fast 40 Prozent an Wert eingebüßt.
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