Erst im vergangenen Monat gaben sich US-Präsident Donald Trump und der chinesische Machthaber Xi Jinping noch einigermaßen versöhnlich und in Peking wurde eine Art Waffenruhe im Handelsstreit beschlossen. Allzu stabil scheint das aber nicht zu sein. Denn das Pentagon sorgt für erneute Spannungen mit einer Aufstellung an Unternehmen, die zu den Unterstützern des chinesischen Militärs gezählt werden.
Neu hinzugekommen sind unter anderem die Speicherchiphersteller CXMT und YMTC. Darüber hinaus findet sich nun auch der Autobauer BYD auf der Liste. Eine nähere Begründung dafür gibt es nicht. Es drohen auch keine direkten Konsequenzen wie etwa Sanktionen.
BYD bleibt unter Druck
Allerdings sieht ein noch recht junges Gesetz vor, dass das Pentagon mit Firmen auf der Liste in den nächsten Jahren keine Verträge aufnehmen darf, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Zudem könnte der Ruf von BYD auf dem wichtigen US-Markt dezent leiden. Aktiv ist der Autobauer aufgrund bestehender Sanktionen aber ohnehin nur wenig in den USA, hauptsächlich im Bereich Nutzfahrzeuge.
Wohl auch deshalb wird das Vorgehen des Pentagon an der Börse eher mit einem Schulterzucken quittiert. Größere Sorgen machen die Anteilseigner sich um einen schwachen Automarkt in China bei einem gleichzeitig heftigen Preiskampf. Margen und Absätze von BYD erreichen schon seit einer Weile keine Rekorde mehr.
Im Gegenwind
BYD Aktie Chart
Politische Aktionen der USA sind nicht die größte Sorge der BYD-Aktionäre, sie machen ihnen das Leben aber auch nicht einfacher. Neben dem Pentagon bleibt das Weiße Haus unberechenbar. Nicht unvorstellbar wäre ein Szenario, in welchem die USA auch Partner unter Druck zu setzen versuchen, um gegenüber BYD und anderen härter aufzutreten. Das mag für den Moment reine Spekulation sein, darf aber dennoch im Hinterkopf behalten werden.
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