Für BYD ging es am Freitag etwas voran. 1,2 % Plus standen am Ende an den Kurstafeln. 9,51 Euro wurden damit ausgewiesen. Allerdings ist dies noch kein Befreiungsschlag. Die Aktie ist vor allem bei Weitem noch nicht in der Lage, sich deutlich über die 10-Euro-Marke zurück nach oben zu schieben. Dies wird vor allem die Chart-Analysten unverändert irritieren.
Die Notierungen sind selbst in den zurückliegenden fünf Handelstagen insgesamt um fast 5 % nach unten geschossen. Insgesamt zeigt sich, dass die positiven Nachrichten von BYD am Markt noch nicht angekommen sind. Ein Hintergrund der Kursschwäche an den Märkten ist wohl vor allem ein sogenanntes schwarzes Papier des US-Verteidigungsministeriums oder auch Kriegsministeriums, wie es sich inzwischen selbst nennt.
BYD: Ist dies ein Problem?
Das Pentagon hat bei 188 chinesischen Konzernen unterstellt, dass diese Verbindungen zum chinesischen Militär hätten. Dies wiederum kann durchaus damit zusammenhängen, dass die Märkte befürchten, es könne hier Restriktionen geben. Selbstverständlich hat BYD mit den USA derzeit noch keine massiven direkten Geschäfte, die hier unter Beschuss stünden. Allerdings reicht der Arm der Amerikaner durchaus weit.
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Stimmung an den Märkten ist derzeit nicht besonders gut. Dabei sind die Zahlen, die BYD kürzlich am Markt präsentiert hat, durchaus geeignet, Zuversicht zu vermitteln. Denn BYD gelang es im Mai zum ersten Mal seit neun Monaten wieder, die Absatz- und Produktionszahlen gegenüber dem Vorjahresmonat zu steigern, wenn auch nur leicht.
Der Export von Fahrzeugen und die Expansion ins Ausland scheinen zu funktionieren. Dabei wird die Türkei nun einen Rückschlag erleiden. Dort wird BYD sein Fabrikkonzept nicht weiterverfolgen. Stattdessen macht man sich auf die Suche nach einem weiteren Standort in Südeuropa. Dabei soll möglichst eine bestehende Produktionsstätte übernommen werden.
BYD Aktie Chart
Analysten sehen dies offensichtlich positiv, denn die Kursziele liegen weiterhin bei mehr als 14 Euro.
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